Apple erstellt Blockchain-Richtlinien für „fairen“ Rohstoffabbau

Apple hat in einem Geschäftsbericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC angegeben, dass das Unternehmen im Rahmen der „Initiative für verantwortungsvollen Rohstoffabbau“ an der Erstellung von Blockchain-Richtlinien arbeitet, die für einen „fairen“ Abbau sorgen sollen. Dies geht am 15. Februar aus dem Bericht namens „Conflict Minerals Report” hervor.

In dem entsprechenden Dokument geht es um Apples Geschäftsmethoden im Hinblick auf den Rohstoffabbau für verschiedene Elektro-Produkte. Dahingehend gibt Apple an, dass sich das Unternehmen „verpflichtet fühlt, mehr als nur die Minimalanforderungen der Standards für Sorgfaltspflicht zu erfüllen, um die Menschen entlang der Wertschöpfungskette zu schützen…“

Im vergangenen Jahr war Apple wegen geplantem Abbau von Cobalt in die Kritik geraten, das Metall, das für die Herstellung von Smartphones wichtig ist, sollte aus kongolesischen Minen bezogen werden. Obwohl Apple unter den Technologie-Firmen zwar eines der vorbildlichsten Unternehmen ist, was den Schutz der Menschenrechte angeht, entgegnet Amnesty International allerdings, dass die „Messlatte ziemlich tief liegt“.

Laut dem neuen Bericht, der an die SEC ausgestellt wurde, nimmt Apple an der Erstellung einer Blockchain-Richtlinie teil, um den Einsatz von Blockchain-Technologie innerhalb der Wertschöpfungskette für Rohstoffabbau zu normieren und möglichst „fair“ zu gestalten. Die dahinterstehende Initiative RMI hatte die entsprechenden Richtlinien im März 2018 angeschoben.

Die „Initiative für Verantwortungsvollen Rohstoffabbau (RMI)“ zielt damit darauf ab, Unternehmen die Wirkungsweise und den Einfluss von Blockchain auf die Menschen entlang der Wertschöpfungskette zu verdeutlichen.

Die RMI wurde im Jahr 2008 von der „Allianz für verantwortungsvolles Unternehmertum“ ins Leben gerufen und besteht mittlerweile schon aus mehr als 360 großen Firmen, darunter Apple, Acer und der amerikanische Einzelhandel Best Buy. Die beteiligten Unternehmen wollen dadurch zu einer Verbesserung der Sorgfaltspflicht im Bereich des Rohstoffabbaus beitragen.

Immer mehr ergründen Unternehmen und staatliche Organisationen den Einsatz von Blockchain in deren „Supply Chains“, so hat in China eine regionale Aufsichtsbehörde für Medikamente und Nahrungsmittel Anfang Februar angekündigt, Blockchain zur Optimierung seiner Prüfungsverfahren zu nutzen.

Unterdessen ist IBM eine Partnerschaft mit MineHub Technologies eingegangen, um Blockchain für die eigene Rohstoff-Zulieferung anzuwenden. Hierdurch sollen Preisunterschiede auf den globalen Märkten erkannt werden, außerdem soll die Verwaltung verbessert und größere Transparenz zwischen den einzelnen Lieferanten erreicht werden.