Open Interest der Bakkt Bitcoin-Futures stellt neuen Rekordwert auf

Der Open Interest für Bitcoin-Futures der Krypto-Handelsplattform Bakkt hat einen neuen Rekordwert erreicht.

Wie am 3. Dezember aus einer Meldung des Statistikdienstes Bakkt Volume Bot, der jedoch nicht offiziell der Handelsplattform angehört, ersichtlich wird, hat der Open Interest für Bakkt Bitcoin-Futures einen neuen bisherigen Rekord von 6,5 Mio. US-Dollar aufgestellt.

Open Interest ist eine Kennzahl, die bei Options- und Terminkontrakten (Futures) Anwendung findet. Die Kennzahl bildet die Gesamtsumme aller offenen Positionen auf einem jeweiligen Markt ab, also zum Beispiel Futures, die angekauft wurden, aber noch nicht ausgelaufen sind bzw. beglichen wurden. Dementsprechend zeigt der Open Interest an, wieviel Geld sich in einem Markt befindet, es lässt sich also ablesen, ob Kapital zufließt oder abfließt.

Bakkt im Höhenflug

Der neue Rekord belegt also, dass das Interesse an den Bakkt Bitcoin-Futures weiter zunimmt. Erst am Vortag wurde der „alte“ Rekordwert aufgestellt, der nun um deutliche 42% verbessert werden konnte. Vergangenen Freitag und Samstag lag der Open Interest wiederum jeweils bei 4,2 Mio. bzw. 4,3 Mio. US-Dollar.

Auch das Handelsvolumen der Bakkt stellt, seit der Inbetriebnahme der Plattform im September 2019, immer neue Rekorde auf. Ende November hat das tägliche Handelsvolumen seinen bisherigen Rekord von 4.443 BTC erreicht, was einem damaligen Gegenwert von mehr als 42,5 Mio. US-Dollar entsprach.

Im November hatte Adam White, der operative Geschäftsführer der Bakkt, zudem angekündigt, dass die Handelsplattform bald auch Bitcoin-Optionskontrakte in ihr Angebot aufnehmen will, um den institutionellen Kunden eine größere Bandbreite an Krypto-Finanzprodukten zur Verfügung zu stellen. Die Intercontinental Exchange, der Betreiber der Bakkt, der auch die New Yorker Börse betreibt, hat die Einführung von Bitcoin-Optionen offiziell für den 9. Dezember geplant.

Die Geschäftsführung der Bakkt könnte außerdem bald auch Einfluss auf die Krypto-Gesetzgebung der USA haben. Wie Cointelegraph am 1. Dezember berichtet hatte, hat der Gouverneur Brian Kemp Bakkt Geschäftsführerin Kelly Loeffler für einen Sitz im amerikanischen Senat vorgeschlagen.

Die Bakkt Bitcoin-Futures gelten aufgrund ihrer Ausgestaltung als wichtiger Gradmesser für das Interesse institutioneller Investoren an der Kryptobranche. Grob gesagt: Je besser es der Bakkt geht, desto mehr Kapital fließt in die gesamte Branche.