Bakkt: Verzögerung wegen CFTC-Bedenken zu Aufbewahrung von Bitcoins

Die Pläne der mit Spannung erwarteten Kryptoplattform Bakkt, die Bitcoins (BTC) der Kunden aus den Bitcoin-Futures aufzubewahren, könnten eine Genehmigung durch die US-Regulierungsbehörde CFTC weiter herauszögern. Das hat das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf anonyme Quellen am 21. März berichtet.

Als Bakkt im August zum ersten Mal angekündigt wurde, hatte die Plattform bekannt gegeben, dass ihr erstes Produkt Bitcoin-Futures sein würden, die täglich physisch geliefert werden. Die Voraussetzung dafür war allerdings eine CFTC-Genehmigung. Bakkt erklärte auch, dass Bitcoin im Auftrag seiner Kunden über sein "physisches Lagersystem" aufbewahrt werden soll.

Laut "Leuten, die mit der Angelegenheit vertraut sind", hat die CFTC der Plattform im Februar mitgeteilt, dass sie zusätzliche Schritte unternehmen müsse, um konform zu sein, wenn sie die Krypto ihrer Kunden aufbewahren wolle. Insbesondere würde die CFTC "die Vorlage eines  Businessplans und einen Zeitraum für eine öffentliche Stellungnahme verlangen, die die Genehmigung weiter verzögert hätte".

Das WSJ berichtete, dass der Plan von Bakkt, die Bitcoin seiner Kunden zu verwahren, in diesem Monat "gescheitert ist", um weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Berichten zufolge prüfen Bakkt und die CFTC nun andere Möglichkeiten, wie die Plattform den Future-Kontrakt so gestalten kann, dass er für die Regulierungsbehörde konform ist.  Dem Bericht zufolge hat die CFTC verschiedene alternative Optionen für Bakkt beschrieben. Darunter etwa die Möglichkeit, dass sich das Unternehmen als Treuhandgesellschaft registriert. Aus anderen Quellen des WSJ heißt es jedoch, dass ein solcher Prozess auch zeitaufwendig sein könnte.

Unterdessen sagte ein Sprecher der Intercontinental Exchange, dem Betreiber der New Yorker Börse, der auch Bakkt lanciert, gegenüber dem WSJ:

"Wir arbeiten uns durch den regulatorischen Überprüfungsprozess und freuen uns darauf, dem Markt bald Neuigkeiten zu liefern."

Bakkt sollte erstmals im November lanciert werden, aber Verzögerungen bei der Einholung der Genehmigung durch die CFTC verzögerten das Startdatum mehrmals.

Dennoch arbeitet die Regulierungsbehörde laut dem CFTC-Kommissar Dan Berkovitz in einem Interview in dieser Woche derzeit "eifrig" an der Erteilung einer Genehmigung für mehrere kryptobezogene Anwendungen, darunter auch Bakkt.

Wie Cointelegraph heute, am 22. März, berichtete, wurde Bakkt Berichten zufolge mit umgerechnet rund 654 Mio. Euro bewertet, nachdem die Plattform im vergangenen Jahr umgerechnet über 159 Mio. Euro an Finanzmitteln aufgebracht hatte.