ETH-Mining nicht länger rentabel, dank schwacher Märkte und niedriger Hash-Raten

Laut einer Studie der amerikanischen Firma Susquehanna ist das Mining von Ethereum (ETH) mit herkömmlichen Grafik-Prozessoren (GPUs) nicht länger gewinnbringend. CNBC berichtete am 13. November über die Ergebnisse von Susquehanna, wobei das anhaltende Tief der Kryptomärkte und abnehmende Hash-Raten dafür als Hauptgründe gesehen werden.

Die Auswertung von Sushquehanna stellt fest, dass der monatliche Gewinn von ETH-Minern, die Grafik-Prozessoren benutzen, von 150 US-Dollar im Juli 2017 auf schlappe 0 US-Dollar im November 2018 gefallen ist. Der Rückgang des Ethereum Kurswertes soll maßgeblich dafür verantwortlich sein, denn der Altcoin hat sich vom Rekordhoch aus dem Januar 2018 (1.350 US-Dollar) um 85% nach unten entwickelt, was einem derzeitigen Stand von 204 US-Dollar entspricht.

Anzumerken ist in diesem Kontext, dass Susquehanna für Juli 2017 noch einen Gewinn von 147 US-Dollar für die GPU-nutzenden Miner ausweist, wobei der Kurs damals auf 175 US-Dollar lag, was nur leicht niedriger ist als der aktuelle Wert.

Der Ethereum-Kurs kann also nicht alleiniger Auslöser der momentanen Situation sein, weshalb Susquehanna noch einen zweiten Faktor betrachtet, und zwar die Hash-Rate des Ethereum Netzwerkes. Diese ist im Jahr 2018 nämlich merkbar gefallen. Eine höhere Hash-Rate ist vorteilhaft für Miner, da sie die Chance auf einen erfolgreichen Mining-Vorgang erhöht, wenn sie niedriger liegt, bedeutet dies also einen höheren Kostenaufwand für die Miner.

Abnahme der Profitabilität für ETH-Mining laut Susquehanna. Quelle: CNBC

Der Susquehanna Analyst Christopher Rolland sagte gegenüber CNBC, dass der Einsatz der marktführenden Grafikkarten von Nvidia „nicht länger gewinnbringend“ sei. Er weist darauf hin, dass das Krypto-Geschäft des Chip-Herstellers quartalsübergreifend um 100 Mio. US-Dollar gefallen ist. Im weiteren Verlauf sieht er den Umsatz in diesem Bereich sogar „nahe Null“. Der Nvidia Geschäftsbericht für das dritte Quartal soll noch diese Woche veröffentlicht werden:

„Wir erwarten in diesem Quartal einen sehr geringen Umsatz bei den Krypto-bezogenen GPU Verkäufen, was sich mit den Aussagen der Unternehmensführung deckt, dass sie in ihrer Prognose für das Q3 2018 Krypto unerwähnt lassen.“

Wie heute berichtet, hat die Analyse-Firma Trefis eine eigene Prognose für das dritte Quartal von Nvidia erstellt, worin sie insgesamt einen Zuwachs an Umsatz voraussagt. Ähnlich wie Susquehanna sieht sie das Krypto-Geschäft jedoch ebenfalls in einer Abwärtsspirale.

Im August war der Nvidia-Aktienkurs gefallen, da die Kryptomärkte sich nach unten entwickelt haben, was sich auch auf das Mining auswirkte.