Bitcoin (BTC) liegt derzeit über 70.000 US-Dollar, da Trader versuchen, die Kursentwicklung nach dem starken Ausverkauf am vergangenen Freitag zu stabilisieren, der BTC kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar drückte.
Onchain-Daten zeigen, dass Langzeitinvestoren (LTHs) ihr Engagement so schnell wie seit Dezember 2024 nicht mehr reduziert haben, aber das Gesamtangebot, das von Langzeitinvestoren gehalten wird, stieg 2026 weiter an. Diese Divergenz könnte darauf hindeuten, dass Händler ihre Positionen neu ausrichten und dass Bitcoin möglicherweise unterbewertet ist.
Das Wichtigste in Kürze:
Langfristige Bitcoin-Inhaber verzeichneten letzte Woche eine Netto-Positionsänderung von –245.000 BTC, den größten täglichen Abfluss seit Dezember 2024.
Trotz der Verkäufe stieg das LTH-Angebot von 13,63 Millionen BTC im Jahr 2026 auf 13,81 Millionen BTC, was zeigt, dass die Anleger glauben, dass der Ausverkauf eine günstige Kaufgelegenheit darstellt.

Bitcoin-Distribution steigt: Angebot wird dennoch älter
Daten von Glassnode zeigen, dass die Netto-Positionsänderung von BTC-LTH über 30 Tage hinweg am vergangenen Donnerstag zu einem Rückgang des Engagements um 245.000 BTC geführt hat, was einen zyklischen Extremwert in der täglichen Verteilung darstellt. Ähnliche Spitzen bei der Netto-Positionsänderung von LTH traten während der Korrekturphasen im Jahr 2019 und Mitte 2021 auf, als sich der Kurs konsolidierte, anstatt in einen Abwärtstrend überzugehen.

Unterdessen zeigen die Daten von CryptoQuant, dass das gesamte LTH-Angebot trotz der anhaltenden Verteilung von 13,63 Millionen BTC im Jahr 2026 auf 13,81 Millionen gestiegen ist. Diese Abweichung spiegelt wider, dass die LTH-Klassifizierung sich nach der Zeit richtet.
Da kurzfristige Besitzer in Zeiten der Unsicherheit ihre Handelsaktivitäten reduzieren, wird ein größerer Teil des Angebots zunehmend älter. Infolgedessen kann das LTH-Angebot sogar dann steigen, wenn ältere Kohorten verkaufen.

Der SOPR-Indikator stieg am Montag wieder über 1 und signalisierte damit eine Erholung nach einer Phase realisierter Verluste. Da Bitcoin über dem Gesamtpreis von 55.000 US-Dollar liegt, könnte diese Situation mit einer Basis- oder Bodenbildungsphase einhergehen.
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Makrobedingungen bestimmen weiterhin das kurzfristige Risiko
Makroökonomische Faktoren dürften weiterhin der Haupttreiber für die kurzfristige Volatilität bleiben. Die Daten zum US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar werden am Mittwoch veröffentlicht, während erhöhte politische Unsicherheit herrscht.
Laut CME FedWatch gehen die Märkte derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 82,2 % davon aus, dass es bei der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) im März zu keiner Zinssenkung kommen wird, was den anhaltenden Inflationsdruck und die Aussicht auf eine restriktive Geldpolitik widerspiegelt.
Die Unsicherheit hinsichtlich der erwarteten Ernennung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der US-Notenbank hat den Druck auf Risikoanlagen erhöht. Erhöhte Renditen für Staatsanleihen und angespannte Finanzbedingungen setzen Risikoanlagen weiterhin unter Druck, wobei die Rendite für 10-jährige US-Anleihen mit 4,22 % nahe ihrem Mehrmonatshoch verharrt und die Kreditspreads weiterhin unter Druck stehen. Phasen hoher Realrenditen gingen mit einer geringeren Krypto-Liquidität und einer gedämpften BTC-Spotnachfrage einher.
Unterdessen ist der US-Dollar-Index (DXY) am Montag unter 97 gefallen, nachdem er sich von den Tiefstständen im Januar erholt hatte. Damit ist er weiterhin ein wichtiger Auslöser für die Volatilität von Bitcoin.
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