Chinas Technologiegigant Baidu folgt Tencent und Alibaba mit der Einführung neuer Anti-Krypto-Maßnahmen im Zuge von Pekings verschärftem Durchgreifen am Markt, wie die South China Morning Post (SCMP) am Montag, den 27. August berichtet.
Baidu - Chinas "Google" - schloss laut SCMP zwei beliebte Krypto-bezogene Chatforem und informierte die Nutzer, dass der Schritt "im Einklang mit relevanten Gesetzen, Regulierungen und Politiken" erfolgt sei.
Unterdessen soll Tencent - der Operator der Social-Media-Plattform WeChat mit 1 Mrd. Nutzer - ein eigenes Statement ausgegeben haben, das das Verbot von Krypto-Handelsoptionen im Netzwerk verkündet. Die Plattform will tägliche Transaktionen in Echtzeit mitverfolgen und verdächtige Transaktionen dementsprechend blockieren.
Der chinesische Onlinehändler Alibaba - dessen Tochterfirma Ant Financials die beeindruckend beliebte Internetzahlungsapp Alipay betreibt - hat seinerseits angegeben, jegliche Konten, die mit Krypto-Handelsmaßnahmen in Verbindung gebracht werden können, zu verbannen oder einzuschränken.
Alle drei Ankündigungen folgen eng auf die verhärteten Anti-Krypto-Maßnahmen, die letzte Woche in China eingeführt wurden. Dazu gehört das Verbot für alle kommerziellen Veranstaltungsorten im Pekinger Chaoyang Distrikt, Krypto-bezogene Events auszurichten, sowie Maßnahmen, die auf Kommunikationskanäle oder "Hintertüren" abzielen, durch die chinesische Investoren Zugang zu ICO-Angeboten (Initial Coin Offerings) und Kryptohandel erhalten können.
Wie am 21. August berichtet wurde, hat WeChat eine Reihe von anerkannten Krypto- und Blockchain-Konten permanent blockiert - darunter CoinDaily, Deepchain und Huobi News -, welche angeklagt wurden, den Krypto-"Hype" entgegen geltender Regulierungen, die Anfang des Monats eingeführt wurden, zu publizieren.
Am 24. August kündigte Alipay an, jene Konten zu blockieren, die ihr Netzwerk für den außerbörslichen (OTC) Handel mit Bitcoin verwenden und ein Überprüfungssystem für "Schlüssel-Webseiten und -Konten" einzuführen. Ant Financials soll auch ein "Risikoprävention"-Programm planen, welches Nutzer über die Risiken von falscher Krypto-"Propaganda" aufklären soll.
Am 25. August gab die People’s Bank of China (PBoC) eine eigene, neue Warnung heraus, dass sie strengste Maßnahmen gegen "illegale" ICOs einleiten würde.
Laut CT Japan sind Berichten zufolge neue Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, um die "Säuberung" von Drittanbieter-Krypto-Zahlungskanälen, einschließlich derer, die von OTC-Plattformen verwendet werden, zu verbessern.
Der neuste Peitschenschlag Pekings war diesen Januar insbesondere das Verbot von Randhandelsplattformen, einschließlich Peer-to-Peer-(P2P) und OTC-Ressourcen, zusätzlich zu dem seit September 2017 geltende Embargo auf den Krypto-Fiat-Handel und ICOs.
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