Chinas Yuan laut PBoC verantwortlich für weniger als 1 Prozent aller Bitcoin-Trades weltweit

Chinas Zentralbank, die People's Bank of China (PBoC), hat bekanntgegeben, dass der chinesische Yuan nur noch für weniger als1 Prozent aller globalen Bitcoin-Transaktionen verantwortlich gemacht werden kann, wie lokale Quellen dem Mediendienst Asia Times heute, am 9. Juli mitteilten.

Die PBoC hat am Freitag, den 6. Juli einen Bericht veröffentlicht, der andeutet, dass der Anteil des Yuans am globalen Bitcoin-Handel in den letzten Monaten aufgrund der durchgreifenden Maßnahmen der staatlichen Regulierungsbehörden gegen die Krypto-Industrie deutlich abgefallen ist.

Im Jahr 2017 war China noch für mehr als 90 Prozent der globalen Krypto-Industrie verantwortlich, eine Figur, die diese Woche von dem neuen Bericht der PBoC lachhaft gemacht wurde: aktuell liegt der Anteil bei weniger als einem Prozent und verdeutlicht damit die Intensität und Wirksamkeit der politischen Einschränkungen. Guo Dazhi, ein Forscher beim Zhongguancun Internet Finanz-Institut, wird von Asia Times folgendermaßen zitiert:

"Diese neuen Figuren deuten darauf hin, dass die Politik sehr erfolgreich war. Es war zu erwarten, dass der Anteil des Yuan an globalen Bitcoin-Transaktionen nach Chinas Ankündigung der Verbote fallen würde."

Laut dem lokale Medienkonzern XinhuaNet, welches sich auf den Bericht der PBoC bezieht, hat die Politik des Landes für einen "risikofreien Abgang" für die 88 Krypto-Börsen und 85 ICO-Handelsplattformen gesorgt, die seit Ende 2017 ihre Türen geschlossen haben.

Chinas Verbot gegen Krypto-Börsen und gegen Initial Coin Offerings (ICOs) vom September 2017 wurde Anfang 2018 nochmals von den Behörden verschärft, indem er auf breitere Kategorien wie "Markt-machende" Plattformen und Dienste ausgeweitet wurde.

Im Februar unterstellte China dann auch ausländische Krypto-Börsen und ICO-Webseiten seiner Großen Firewall.

Andere lokale Medien spekulierten diese Woche, dass China sein Verbot des Bitcoin-Handels nicht so bald aufheben werde, da das Land weiterhin davon überzeugt ist, dass der volatile Kryptowährung-Markt ein erhebliches Risiko für inländische Investoren birgt.

Trotz der harten Haltung gegenüber dezentralisierten Kryptowährungen wie Bitcoin verfolgt die PBoC dennoch längerfristig die Vision für eine streng kontrollierte Blockchain-Integration in den traditionellen Finanzsektor.

Erst vor zwei Wochen hat die Bank ein neues Patent für eine digitale Wallet eingereicht, im selben Monat, in dem ihr neues Blockchain-System mit intelligenten Vertragsfunktionen vorgestellt wurde, um Papierchecks zu tokenisieren.

In Frühling gab der Gouverneur der PBoC zu Protokoll, dass sie davon ausgehen, dass virtuelle Währungen "technologisch unvermeidbar" sind und den Bargeldumlauf letztendlich verringern werden, weswegen die PBoC beabsichtigt, die "unvorhersehbaren Auswirkungen" dezentraler Verschlüsselungsformen und bestimmter Anwendungen von Blockchain zu kontrollieren.