Basis-CEO beendet Projekt aufgrund von regulatorischen Bedenken

Das US-Stablecoin-Projekt Basis hat offiziell bestätigt, dass es den Betrieb einstellen und Investoren ihr Geld zurückzahlen werde. Das geht aus Kommentaren Gegenüber Bloomberg von heute, 13. Dezember, hervor.

Laut dem CEO von Basis Nader Al-Naji wurde die Entscheidung, das Projekt zu beenden, aufgrund von regulatorischen Bedenken in Bezug auf eine Art von Token auf dem Basis-System - und auch auf den Systemen anderer algorithmischer Stablecoins - getroffen. Diese Art von Token ist als "sekundärer Token" bekannt und trägt dazu bei, den Kurs des Coins stabil zu halten.

Nach Berichten über die Einstellung des Projekts vom 12. Dezember, bestätigte Al-Naji nun, dass es keine Möglichkeit gebe, der Klassifizierung des sekundären Token als Wertpapier zu entgehen. Dies bezeichnete er als "sehr negative Entwicklung" für das Unternehmen.

Wie Cointelegraph am 12. Dezember berichtete und Al-Naji gestern bestätigte, kamen die Anwälte des Unternehmens zu dem Schluss, dass die sekundären Token - oder "Bond"-Token - von Basis von den Aufsichtsbehörden als Wertpapiere betrachtet werden würden. Genauer gesagt, von der US-Wertpapier- und Börsenkommission SEC. Die Klassifizierung würde die Anzahl der potenziellen Käufer für diese Token wohl verringern und damit das Stablecoin-Modell von Basis stören.

Al-Naji erklärte, dass der derzeitige regulatorische Ansatz für Token, der viele von ihnen als Wertpapiere klassifiziert, "für jemanden, der versucht, ein dezentrales Netzwerk aufzubauen, belastend ist". Der CEO erklärte:

"Im Wesentlichen ist der dezentrale Charakter der meisten Kryptos grundsätzlich unvereinbar mit der Einordnung als Wertpapiere."

Basis hat im April 2018 117,3 Mio. Euro an Kapital von hochkarätigen Investoren aufgebracht, darunter Andreessen Horowitz und Bain Capital Ventures.

Das 2017 gegründete Krypto-Start-up dankte heute seinen Unterstützern und Investoren auf Twitter:

"Wir wollen allen, die uns bei unserer Mission, ein besseres Währungssystem zu erschaffen, unterstützt haben, herzlich danken. Bis zum nächsten Mal."

Der Stablecoin-Markt hat in diesem Jahr eine enorme Akzeptanzwelle verzeichnet. Allein im November gab es ein massives Wachstum in Höhe von 1.032 Prozent bei On-Chain-Transaktionen im Vergleich zum September. Laut Bloomberg habe die Kryptoindustrie im Laufe des Jahres 120 Stablecoin-Projekte entwickelt, von denen einige, ähnlich wie die Basis, sekundäre Token einsetzen. Darunter sind Firmen wie MakerDAO und Reserve, deren Mitbegründer und CEO Nevin Freeman gegenüber Cointelegraph bestätigte, dass beide Projekte "keine Wertpapier-Token verwenden müssen, um Stablecoins aufzukaufen".

Cointelegraph berichtete zuvor, dass der Governance-Token von MakerDAO Maker (MKR) in den letzten 24 Stunden bis Redaktionsschluss um über 32 Prozent gestiegen sei. Damit sei der Coin nun in die Top-20-Coins auf CoinMarketCap gekommen.

Cointelegraph berichtete ebenfalls, dass der an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin Paxos Standard (PAX) in den ersten drei Monaten nach seiner Einführung im September ein Transaktionsvolumen von 5 Mrd. US-Dollar (4,4 Mrd. Euro) überschritten habe.