US-Behörden entlarven unautorisierte Krypto-Miner anhand Stromverbrauch

Kommissare des Chelan Public Utility District (PUD) im US-Bundesstaat Washington haben Mitarbeiter angewiesen, nach der Entdeckung von unatorisierten Mining-Aktivitäten im großen Stil ein Moratorium zu Krypto-Mining durchzusetzen, berichtete Chelan PUD am Montag, den 2. April.

Die Vollstreckungsmaßnahmen, welche Geldbußen und Strafen, die Abschaltung des Dienstes, die "Meldung nicht genehmigten Belastungen an die Strafverfolgungsbehörden als Stromdiebstahl" sowie die "Entlassung von Beamten zum Schutz der öffentlichen Sicherheit" umfassen, folgen auf die Ratifizierung eines Moratoriums vom 19. März zu Krypto-Mining. Danach verhängte Strafen können sich je nach Fall auf "5.000 US-Dollar für nicht autorisierte Operationen in Wohngebieten und 7.000 US-Dollar bis 10.000 US-Dollar in Geschäftsräumen" belaufen.

Die Kommissare hatten sich um den Zustand und die Sicherheit des Stromnetzes gesorgt, nachdem sie mehrere Fälle von unautorisiertem Mining von Digitalwährungen entdeckt hatten, darunter solche in einer Wohnung, einem Haus und in Mini-Lagerräumen. Jede der Anlagen hatte alleine genug Strom verbraucht, um den Brandschutz zu gefährden, da sie  nicht für eine solche Belastung ausgelegt waren.

Nach Angabe von John Stoll, Geschäftsführer des Stromversorgers, war der monatliche Stromverbrauch der Wohnung von 500 Kilowattstunden (kwH) auf über 11.000 kwH angestiegen, was weit über der Norm liegt. Kommissar Garry Arseneault bezeichnete die Täter als "Schurken":

"Was wir hier besprechen, ist eine Person, die absichtlich versucht, eine Lücke auszunutzen und Energie in einer Weise zu verwenden, für welche die Anlagen nicht gedacht sind und dies ohne eine Serviceanfrage zu tun, um den hohen Strombedarf anzumelden". Ich sehe darin einen weiteren Grund für die Einführung von automatischen Zählern, um diesen Schurken entgegenzutreten, bevor sie ein Wohnhaus niederbrennen und dabei vielleicht eine Familie oder Kinder töten."

Der Schritt der PUD-Beauftragten zielt darauf ab, neben den Kosten für die Untersuchung und Überwachung illegaler Mining-Operationen auch Sicherheitsrisiken durch überlastete Netze und Brandgefahren für die Nachbarn zu bekämpfen.

In einigen amerikanischen Kleinstädten haben sich Miner wegen niedrigerer Stromkosten angesiedelt, was für die Erzielung von Gewinnen ein unerlässlicher Faktor ist. Viele Gemeinden kämpfen daher mittlerweile mit der hohen Stromnachfrage. Im vergangenen Monat genehmigte der Stadtrat von Plattsburgh, NY, ein 18-monatiges Moratorium zu Bitcoin-Mining in der Stadt, mit dem Ziel, Miner für hohe Belastungen des Strombudgets der Stadt bezahlen zu lassen.

Im Januar hatte bereits CNBC über die Überlastung des Stromnetzes durch Krypto-Mining in Douglas County berichtet. Dem Problem wurde dorct jedoch mit einem Plan begegnet, 100 Megawatt mehr an Netzleistung hinzuzufügen, um mit der gestiegenen Nachfrage Schritt zu halten.