Experte: Krypto-Talfahrt geht weiter, Bitcoin bildet bei 3.000 US-Dollar einen Boden

Michael Moro, Geschäftsführer der Krypto-Unternehmen Genesis Trading und Genesis Capital Trading, meint in einem CNBC Interview vom 23. November, dass Bitcoin (BTC) an der 3.000 US-Dollar Marke eine Bodenbildung vollziehen würde.

In der CNBC Sendung Squawk Box sagte Moro, dass die führende Kryptowährung nochmals 30% verlieren wird, ehe sie auf 3.000 US-Dollar eine Bodenbildung durchläuft. Dazu erklärt er: „Der Boden wird sich erst zeigen, sobald das 3.000er Level erreicht ist.“

Moro denkt, dass der BTC-Kurs sich nicht „im mittleren 3er Bereich“ stabilisieren wird. Hier weist er darauf hin, dass die 4.000 US-Dollar Marke in den vergangenen Tagen zwei Mal getestet wurde, woran der Coin jedoch gescheitert ist.

Der Krypto-Experte rät, die Kryptowährung auf dem momentanen Tiefstand nicht zu kaufen. Allerdings geht er davon aus, dass langfristige Anleger mit dem anhaltenden BTC-Tief besser umgehen können, da sie in der Lage sind, einen etwaigen Aufschwung abzuwarten:

„In der 10-jährigen Geschichte von Bitcoin ist dies nun das fünfte oder sechste Mal, dass wir einen 75% starken Wertverlust miterlebt haben. Wenn man den Blick weitet, dann wird klar, dass es den institutionellen Investoren völlig egal ist, wo Bitcoin am Ende von 2018 steht, denn sie haben einen Zeithorizont von 3-5 Jahren.“

Auf die Frage, was der niedrige Kurs für die Miner bedeuten könnte, meint Moro, dass die Kosten für Bitcoin-Mining sinken werden, da die Hash-Rate gefallen ist, was dazu führen wird, dass der Schwierigkeitsgrad früher oder später angepasst wird, wodurch der Kostendeckungspunkt leichter zu erreichen ist.

Allerdings hat die negative Marktlage bisher dazu geführt, dass die Mining-Rentabilität abgenommen hat, weshalb chinesische Miner ihre Geräte verkaufen mussten. Einige von diesen Mining-Maschinen werden für lediglich 5% des Ursprungswertes angeboten.

Der Bitcoin-Kurs fällt stetig weiter, ähnlich wie der Rest des Kryptomarktes, was hauptsächlich auf die Bitcoin Cash (BCH) Hardfork vom 15. November zurückzuführen ist.

Lou Kerner von der Wagniskapital-Firma CryptoOralce hat diese Woche einen Vergleich zur Dotcom-Blase des Internets gezogen, die Anfang der 2000er zerplatzt ist. Kerner meint in diesem Kontext, dass diejenigen Coins, die diese Phase überstehen, ähnlich den großen Unternehmen sind, die sich damals erfolgreich etablieren konnten, wie zum Beispiel Amazon.

Des Weiteren findet er, dass Bitcoin „das beste Wertaufbewahrungsmittel ist, das je geschaffen wurde“, wodurch es sogar irgendwann Gold überholen würde. Auf Frage nach der jetzigen Schwächephase meint Kerner, dass „die Kryptos derzeit schwach sind, weil der innere Wert lediglich auf Vertrauen gebaut ist“.