Energieversorger ENGIE entwickelt mit Kooperationspartner neue Blockchain-Software

Der französische Energieversorger ENGIE und das Beratungsunternehmen Maltem Consulting Group haben eine gemeinsame Firma für Blockchain-Entwicklung gegründet, die hauptsächlich auf gewerbliche Kunden abzielt. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung vom 7. September hervor.

Das neue Projekt läuft unter dem Namen Blockchain Studio und erhielt insgesamt 1,9 Mio. € an Investitionskapital. Damit konnte Blockchain Studio eine Software entwickeln, die für Firmenkunden konzipiert wurde und aus zwei hauptsächlichen Komponenten besteht. Der erste Teil der Anwendung ermöglicht die Erstellung von sogenannten Smart Contracts, ohne dass der Nutzer dafür technische Kenntnisse benötigt. Der zweite Teil der Anwendung organisiert die Einrichtung und Verwaltung von Cloud- bzw. Server-basierter Blockchain Infrastruktur.

Laut Mitteilung will das Unternehmen diese Dienstleistungen hauptsächlich auf dem asiatischen Markt anbieten, ab 2019 mit einem eigenen Büro in Singapur. Zum Ende des ersten Halbjahres will Blockchain Studio ebenfalls den Betrieb in Südeuropa aufnehmen.

Yves Le Gélard, ENGIE Vize-Präsident und Leiter für Digitales, drückte seine Begeisterung für das neue Projekt wie folgt aus:

„Wir sind überglücklich daran mitzuwirken, dass die Blockchain-Technologie möglichst vielen Marktteilnehmern zugänglich gemacht wird. Dieses Projekt ist beispielhaft für eine innovative Anwendung, die ENGIEs digitale Transformation vorantreibt.“

ENGIE hatte zuvor Blockchain Anwendungen für das eigene Energieversorgungsgeschäft erprobt. Im Juli hatte das interne Forschungsinstitut der ENGIE Gruppe, das ENGIE Lab CRIGEN, eine Absichtserklärung mit der IOTA Stiftung unterzeichnet. Die Kooperation zielt auf die Erforschung der IOTA Tangle Technologie für die Energie-Branche ab.