Ex-NATO-Generalsekretär wird Berater bei Schweizer Blockchain-Startup

Das Schweizer Blockchain-Identitätsnetzwerk Concordium hat den ehemaligen dänischen Premierminister und NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen als strategischen Berater eingestellt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 20. März bestätigte.

Die Concordium Foundation, die Kontrollinstanz des Concordium-Netzwerks, welches im Januar einen Proof of Concept einführte, hat sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Blockchain in bestimmten Bereichen mit der Expertise von Rasmussen anzugehen.

Der ehemalige Politiker leitet derzeit Rasmussen Global, ein Beratungsunternehmen, das in verschiedenen Bereichen wie Demokratie, transatlantische Beziehungen und Sicherheitspolitik tätig ist.

"Angesichts der enormen Bandbreite und des weitreichenden Potenzials des Concordium-Netzwerks ist es für die Concordium-Stiftung unerlässlich, das Wissen von Menschen mit unschätzbarer strategischer Expertise zu nutzen", sagte der Vorsitzende des Concordium, Lars Seier Christensen, in der Pressemitteilung, und fügte hinzu:

"Anders wird eine zentrale Rolle bei unseren globalen Expansionsplänen spielen, in Bereiche vorzudringen, die eine Blockchain-Lösung für sichere und private Kommunikation erfordern, sowie bei der Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden, die von ihrer Umsetzung profitieren werden."

Die Zusammenarbeit mit Rasmussen konzentriert sich vor allem auf den Bereich der Stimmrechtsidentität. Concordium strebt jedoch eine Positionierung als allgemeinerer Blockchain-Betreiber an, der die Erfassung von Transaktionen erleichtern soll.

In Bezug auf seine Ernennung zeigte sich Rasmussen ebenfalls positiv über das Potenzial der Technologie.

"Wir beginnen erst jetzt zu erkennen, welche Vorteile die Blockchain-Technologie unseren Gesellschaften bringen wird, auch in unseren demokratischen Prozessen", fügte er in der Pressemitteilung hinzu.

Wie Cointelegraph berichtete, kam alleine im März Blockchain-Technologie zweimal bei Wahlen zum Einsatz - bei den Kommunalwahlen in Denver und den Vorwahlen einer russischen Partei, welche die Technologie in ihren Abläufen einsetzte.