US-Regulator gibt Banker 5,000-Dollar-Strafe für nicht deklariertes Krypto-Mining

Die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA), eine US-Aufsichtsbehörde, hat gegen einen Mitarbeiter von Merrill Lynch eine Strafe von 5.000 US-Dollar für das Mining von Kryptowährungen verhängt, wie offizielle Dokumente vom 10. Juni bestätigen.

Gemäß dem vom Beschuldigten Kyung Soo Kim unterzeichneten "Letter of Acceptance, Waiver and Consensus" hatte die FINRA Maßnahmen ergriffen, als sie nicht mit den Regeln konforme Aktivitäten bemerkte.

Kim, der bislang nicht mit Verstößen aufgefallen war, hätte die FINRA schriftlich informieren müssen, als er im Dezember 2017 eine Firma für das Kryptomining gründete, während er noch bei der Bank beschäftigt war.

Merrill Lynch hatte den Vorfall im März 2018 gemeldet, als die Bank Kim deswegen entließ.

Die FINRA verweist zusätzlich auf eine vage Regel im Verhaltenskodex, die nach Meinung nach zusätzliche Gründe für ihre Strafe liefert.

"Die FINRA-Regel 2010 verlangt von nahestehenden Personen, dass sie hohe Standards an geschäftlicher Ehrenhaftigkeit und rechtmäßige und faire Handelsprinzipien einhalten", heißt es im Schreiben.

Zusätzlich zu der Geldbuße wird Kim für einen Monat von der Zusammenarbeit mit einer mit FINRA verbundenen Firma ausgeschlossen.

Der Fall unterstreicht die anhaltende Aufmerksamkeit, die die US-Regulierungsbehörden auch kleineren Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen beimessen, ein Trend, der Ende dieses Monats zu großen Umbrüchen in der Branche führen könnte.

Wie Cointelegraph berichtete, wird die Financial Action Task Force (FATF), eine zwischenstaatliche Organisation, welche Empfehlungen zur finanziellen Sicherheit für Länder weltweit abgibt, am 21. Juni eigene Kommentare zum Thema Kryptowährung veröffentlichen.

Es wird erwartet, dass Krypto-Unternehmen die gleichen Berichtspflichten erfüllen müssen wie Banken für Devisengeschäfte im Wert von über 1.000 US-Dollar, was Experten bereits als unmögliches Unterfangen kritisiert haben.