Japan: Fünf weitere Kryptobörsen schließen sich Krypto-Verband an

Fünf weitere Kryptobörsen haben sich dem japanischen Verband der virtuellen Börsen, angeschlossen, wie am 4. Januar aus einer offiziellen Mitteilung des JVCEA hervorgeht.

Die Japan Virtual Currency Exchange Association ist ein Zusammenschluss der Kryptobörsen Japans. Gegründet am 16. April, ist das Ziel der Organisation, allgemeingültige Standards für die Branche zu formulieren, bei denen vor allen Dingen der Anlegerschutz im Fokus steht. Im Oktober haben die japanischen Behörden dem Verband dann sogar Regulierungsbefugnis erteilt, so dass dieser als beaufsichtigendes Organ für die gesamte heimische Krypto-Industrie wirken kann.

Als einer der Hauptgründe für die Etablierung des Verbandes gilt der große Hack-Angriff aus dem Januar 2018, bei dem die japansiche Kryptobörse Coincheck um 534 Mio. US-Dollar erleichtert wurde. Anschließend wurde im Juni eine Reihe von Richtlinien veröffentlicht, die u.a. Insider-Handel oder den Handel von sogenannten Anonymitäts-Coins verbietet.

Die fünf neuen Mitglieder des JVCEA sind die Kryptobörsen Coincheck, Everyone’s Bitcoin, Lastroots Inc, LVC Corporation und Coinage Corporation. Diese sind vorerst der Kategorie II zugeordnet, was bedeutet, dass sie sich derzeit bei den Aufsichtsbehörden um eine Lizenz für den Krypto-Handel beworben haben, wie Cointelegraph Japan anmerkt.

LVC ist eine Schwester von LINE, die wiederum eine eigene Kryptobörse namens BITBOX führt, auf der im Oktober der sogenannte LINK Token veröffentlicht wurde.

Coinelegraph Japan berichtet, dass die IVCEA momentan nur Mitglieder der Kategorie II aufnimmt, außerdem, sollen demnächst auch Unternehmen, die Kryptobörsen-ähnliche Dienstleistungen, wie zum Beispiel Wallet-Services, beitreten dürfen.

Im Sommer kündigte der Verband an, dass eine Obergrenze für sogenanntes Margin-Trading erwägt wird, außerdem soll es ggf. auch eine Handelsobergrenze für einzelne Kunden geben.

Mitte Dezember 2018 berichteten japanische Medien, dass Coincheck eine offizielle Zulassung der Aufsichtsbehörden erhalten hat, Betreiber Monex wollte dies jedoch nicht bestätigen.