Japan: Registrierte Kryptobörsen vereinen Kräfte

Nikkei Asian Review hat am 3. März berichtet, dass zwei Handelsgruppen in Japans Kryptowährungsindustrie sich bereit erklärt haben, im nächsten Monat eine noch unbenannte Organisation zu gründen, die den lokalen Kryptomarkt in Zusammenarbeit mit der japanischen Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) regulieren wird.

Die Kooperation in der japanischen Kryptoszene folgt dem Januar Hack der japanischen Kryptobörse Coincheck, der mehr als 434 Millioinen Euro in NEM Verlust zufolge hatte, der größte Hackerangriff der Kryptowelt seit Mt.Gox. Der Hackerangriff, der durch eine Sicherheitslücke einer Low-Security Hot Wallet entstanden ist, veranlasste die FSA-Sicherheitsinspektionen an 15 nicht registrierten Kryptobörsen, unter anderem Coincheck, durchzuführen.

Die Handelsgruppen, die sich selbst regulieren wollen, darunter die Japan Cryptocurrency Business Association (JCBA),  , repräsentieren 16 registrierte Kryptomarkbesitzer. Die Marktbesitzer werden Berichten zufolge zusammenarbeiten, um branchenweite Sicherheitsstandards für Investoren zu entwickeln, einschließlich der Erstellung von Richtlinien für Initial Coin Offerings (ICO). Die Nikkei Asian Review schreibt, dass die Gruppe in der Lage sein wird, die Einwilligung der Mitglieder zu erlangen, ähnlich wie die Befugnisse der Japan Securities Dealers Association.

Taizen Okuyama, Präsident der ausländischen Börsenplattform Money Partners Group und Vorsitzender der JCBA, wird als Vorsitzender der neuen Organisation eingesetzt. Okuyama sagte Nikkei Asian Review, dass das Zeil dieser neuen Organisation darin besteht “den gesamten Kryptowährungssektor in die Selbstregulierung einzubeziehen.”

Yuzo Kano, der CEO der in Tokio ansässigen Börs bitFlyer und Leiter der the Japan Blockchain Association (JBA), wird als stellvertretender Vorsitzender fungieren.

Falls die neue Gruppe von der Regierung als unabhängige Regulierungsbehörde zugelassen wird, kann die Organisation verhindern, dass bestimmte virtuelle Währungen von registrierten Krypto-Betreibern im Land verwendet werden, wenn beispielsweise vermutet wird, dass die Coins zu Geldwäsche verwendet werden, berichtet die Nikkei Asian Review. Während sie auf die FSA-Zulassung warten, wird die neue Regulierungsbehörde für registrierte Betreiber und Börsen vorläufig geöffnet sein.

Mitte Februar haben sich sieben große Kryptowährungsunternehmen zusammengetan, um CryptoUK zu gründen, die erste Handelsorganisation, die den Kryptomarkt im Vereinigten Königreich regulieren wird.

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