Japan: Messenger-Dienst LINE führt LINK Token ein

Der japanische Messenger-Dienst LINE Corporation hat angekündigt, dass der neu entwickelten LINK (LN) Token ab jetzt auf der eigenen Kryptobörse BITBOX gehandelt werden kann. Die entsprechende Pressemitteilung wurde am 16. Oktober veröffentlicht.

LINE hatte BITBOX erst im Juli an den Start gebracht und bietet dort nun den Handel von LINK Tokens gegen die drei Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Tether (USDT) an. Insgesamt gibt es auf der Kryptbörse 30 verfügbare Kryptos, der Handel mit Fiat-Währungen ist nicht möglich.

In Zukunft soll es den Besitzern von LN möglich sein, ihre Coins in dezentralisierten Applikationen (sogenannten DApps) als Zahlungsmittel einzusetzen.

„Wir sind hochzufrieden, dass unsere Nutzer nun auf BITBOX mit LN handeln können, denn dies stellt einen großen Schritt in Richtung der von uns anvisierten Token-Wirtschaft dar“, so Takeshi Idezawa, Geschäftsführer von LINE, in der Pressemitteilung. Des Weiteren führt er aus:

„Wir meinen, dass es wichtig ist, das gemeinsame Wachstum über LINK zu fördern, während BITBOX weiterhin eine benutzerfreundliche Plattform sein soll, die einen Mehrwert für unsere Nutzer und Unterstützer bietet.“

Nach werbewirksamen Aktivitäten wie einem „Airdrop“ (Schenkung) von TRON (TRX) Tokens für Besitzer von LN ist dieser Schritt ein weiterer Versuch des Unternehmens, sich in der Kryptowirtschaft zu etablieren.

Wie Cointelegraph im August berichtete, hatte Unblock, eine in Hong Kong ansässige Tochter von LINE, einen 10 Mio. US-Dollar schweren „Token-Fonds“ ins Leben gerufen, der die „Entwicklung und Annahme von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie vorantreiben soll“.

Zuvor hatte das Unternehmen GMO Internet Co. Ltd diesen Monat ihren Plan für einen an den japanischen Yen-gebundenen Stablecoin veröffentlicht.