Ehemaliger Shrem-Anwalt verteidigt verhafteten Ethereum-Entwickler

Der berühmte Anwalt Brian Klein hat bekanntgegeben, dass er Virgil Griffith verteidigen werde. Der Entwickler wurde kürzlich wegen seiner Teilnahme an einer Blockchain-Konferenz in Nordkorea verhaftet.

In einem Tweet vom 3. Dezember erklärte Klein, dass sein Mandant die "unbewiesenen Anschuldigungen in der Strafanzeige" bestreite und vorübergehend bis zu seinem Prozess aus dem Gefängnis entlassen worden sei.

Klein: Griffith "freut sich" auf Klärung der Sachlage

Klein hat zuvor bereits etwa Charlie Shrem und Erik Voorhees verteidigt. Er ist ein ehemaliger Bundesanwalt, der derzeit als Strafverteidiger und Aufsichtsanwalt bei der US-amerikanischen Anwaltskanzlei Baker Marquart arbeitet. 

Er hat eine reiche Erfahrung mit Fällen im Bereich Technologie und leitet die Blockchain, die digitale Währung und das nationale ICO-Institut der American Bar Association, wie es in seinem Mitarbeiterprofil heißt.

Wie bereits berichtet ist Griffith 36 Jahre alt, ist amerikanischer Staatsbürger und lebt in Singapur. Er wurde am 29. November am Los Angeles International Airport verhaftet und wegen Verschwörung gegen das IEEPA-Gesetz angeklagt. 

Griffith ist in die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) gereist, um eine Präsentation mit dem Titel "Blockchain and Peace" auf einer Konferenz zu halten. Das US-Außenministerium soll ihm dafür allerdings keine Genehmigung erteilt haben. 

Das US-Justizministerium wirft Griffith vor, er habe "hochtechnische Informationen an Nordkorea geliefert, wissentlich, dass diese Informationen verwendet werden könnten, um Nordkorea bei der Geldwäsche und Umgehung von Sanktionen zu helfen".

In seinem Tweet hat Klein es begrüßt, dass Griffith bis zu seinem bevorstehenden Prozess aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er fügte hinzu, sein Mandant " freut sich auf seinen Tag vor Gericht. An diesem kann die ganze Geschichte öffentlich bekannt gemacht werden".

Vitalik Buterin zeigt Unterstützung .

Der Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat seine Unterstützung für Griffith geäußert. Er erklärte, "geopolitische Aufgeschlossenheit ist eine *Tugend*" und er glaube nicht, dass Griffith der DVRK "auf irgendeine Art und Weise wirklich dabei geholfen hat, etwas Schlechtes zu tun".

Buterin hat eine change.org-Petition unterstützt, die die Freilassung des Entwicklers fordert. Bei Redaktionsschluss haben 50 Personen die Petition unterschrieben.