Eine Angestellte aus dem Gastgewerbe wurde von einem britischen Sondergericht wegen Geldwäsche für schuldig befunden, nachdem man bei ihr Bitcoin im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar entdeckt hatte.
Laut einem aktuellen BBC-Bericht hat das Southwark Crown Court Jian Wen für schuldig befunden, über Bitcoin Geld gewaschen zu haben, um "Häuser und Schmuck im Wert von mehreren Millionen Pfund" zu kaufen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden 48 elektronische Geräte und Tausende von digitalen Dateien untersucht.
Wens veränderter Lebensstil hat ihr die Aufmerksamkeit der Behörden beschert. Im Jahr 2017 lebte sie nicht mehr in einer Wohnung über einem chinesischen Restaurant, sondern mietete ein Haus mit sechs Schlafzimmern im Norden Londons, das rund 21.420 US-Dollar pro Monat kostet.
Am 31. Januar berichtete Cointelegraph, dass sie versucht haben soll, eine 30-Millionen-Dollar-Villa in London zu kaufen. Das war der letztendliche Grund für die Behörden, gegen sie zu ermitteln.
Im selben Jahr soll sie versucht haben, mehrere teure Häuser in London zu kaufen, hatte aber Probleme, Geldwäschekontrollen zu überwinden. Sie behauptete dabei, Millionen mit Bitcoin-Mining zu verdienen.
Die britische Polizei erklärte, diese Beschlagnahme sei die "größte ihrer Art in Großbritannien". Wen wurde wegen "Beteiligung an Geldwäsche" für schuldig befunden und soll am 10. Mai endgültig verurteilt werden.
Staatsanwalt Andrew Penhale wies erneut darauf hin, dass digitale Vermögenswerte in jüngster Zeit häufig für kriminelle Aktivitäten genutzt wurden:
"Bitcoin und andere Kryptowährungen werden zunehmend von organisierten Kriminellen verwendet, um Vermögenswerte zu verschleiern und zu transferieren, damit die Betrüger die Vorteile ihrer kriminellen Machenschaften genießen können."
Ein aktueller Bericht des US-Finanzministeriums widerspricht jedoch der Behauptung der Behörden, dass Kryptowährungen eine beliebte Wahl für Geldwäsche sind. Es heißt, dass Bargeld weiterhin die bevorzugte Option ist.
Am 8. Februar berichtete Cointelegraph, dass das Finanzministerium die Anonymität und Stabilität von Bargeld als Zahlungsmittel als einen der Hauptgründe sieht, warum es die bevorzugte Methode im Hinblick auf Geldwäsche ist.
Auch die Börsengesellschaft Nasdaq veröffentlichte kürzlich ihren "Global Financial Crime Report", der Daten zur Finanzkriminalität im vergangenen Jahr aufzeigt. Bitcoin oder Krypto wurden dabei nicht erwähnt.
In dem Bericht wird geschätzt, dass im Jahr 2023 rund 3,1 Billionen US-Dollar an illegalen Geldern durch das globale Finanzsystem geflossen sind.
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