Hypothekarbank Lenzburg betreut als erste Schweizer Bank lokale Krypto-Startups

Die Hypothekarbank Lenzburg hat als erste Schweizer Bank begonnen, Blockchain- und Krypto-Unternehmen als Kunden aufzunehmen, meldet finews.ch heute, am 6. Juni.

CEO Marianne Wildi bestätigte der Nachrichtenseite, dass die von ihr geführte Bank als erstes Institut des Landes Fintech-Unternehmen mit Blockchain- und Krypto-Bezug die Eröffnung eines Firmenkontos ermöglicht. Wildi sagte:

“Als Bank, die sich selber technologisch ausrichtet und im Bereich Fintech eine Strategie der Kooperationen verfolgt, ist es auch eine Frage der Glaubwürdigkeit, mit der jungen Branche der Krypto- und Blockchain-Unternehmen in der Schweiz zusammenzuarbeiten”.

Als einziges Schweizer Institut praktiziere die Hypothekarbank Lenzburg sogenanntes “Open Banking” und habe für Fintech-Kooperationen die Schnittstellen geöffnet. Über das hauseigene Kernbankensystem könne die Bank mit einem modularen Ansatz “die verschiedensten Bedürfnisse erfüllen”.

Sie sei sich “der Geldwäscherei-Problematik im Bereich von Krypto-Unternehmen und Initial Coin Offerings (ICO) bewusst”, betont Wildi. Ihr Institut sei vor der Entscheidung zur Zusammenarbeit mit Krypto-Startups die entsprechenden Risiko- und Compliance-Themen “sehr genau” durchgegangen und habe auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) vorab informiert.

Wie finews.ch unter Verweis auf die Bankerin betont, geht die Bank bei der Neukundenannahme sehr selektiv vor und habe in den letzten zwei Wochen bislang nur zwei Kundenverträge abgeschlossen. Vor Abschluss einer Geschäftsbeziehung erfolge jeweils eine vertiefte “Due Diligence”.

Auch wenn die Schweiz unter den Bezeichnung “Crypto Nation” und “Crypto Valley” für den Standort Zug bereits viele Unternehmen aus dem Krypto-Bereich anziehen konnte, fand das große Geldgeschäft bislang mangels Unterstützung durch Banken an anderen Standorten statt. In Liechtenstein ist man da bereits weiter. Dort freut sich etwa die Bank Frick über ein reges Geschäft mit Fintech-Kunden und baut seine Belegschaft aufgrund der hohen Nachfrage aktuell weiter aus.

Das Finanzinstitut profitiert vor allem von der im Vergleich zur Schweiz deutlich progressiven Regulierung und Gesetzgebung zu Blockchain, Bitcoin und Co. Bereits im Sommer will die dortige Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen, der darauf basierende Geschäftsmodelle umfassend regeln soll.

  • Folgen Sie uns auf: