Regulatorischer Druck in Indien: Weitere Kryptobörse stellt Betrieb ein

Die indische Kryptobörse Koinex hat ihren Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt, wie der Mitbegründer Rahul Raj in einem Blogbeitrag am 27. Juni bestätigte.

Raj sagte, dass mehrfache Verzögerungen durch Regierungsbehörden bei der Klärung der Krypto-Regulierung zu dieser Entscheidung, den Betrieb einzustellen, beigetragen hätten.

Die Tatsache, dass diesen Monat vorgeschlagen worden sei, die Kryptowährungsnutzung mit 10 Jahren Haft für indische Staatsbürger zu belegen, habe ebenfalls zu einem "starken Rückgang des Handelsvolumens" beigetragen.

Laut Raj habe es bei Koinex "regelmäßige Störungen" gegeben. Darunter etwa auch Schwierigkeiten bei der Nutzung von Zahlungsdiensten. Er behauptete, dass es diese Störungen auch bei Transaktionen gegeben habe, die nicht mit Krypto in Zusammenhang stehen. Die Mitarbeiter der Börse hätten von den Banken häufig Fragen gestellt bekommen, wann immer sie ihr Gehalt erhielten oder versuchten, ihre Miete zu zahlen.

Es würde sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen, Kunden zu bedienen, wie Raj hinzufügte:

"Die endgültige Entscheidung wurde getroffen, nachdem wir die neuesten Entwicklungen in der Krypto- und Blockchain-Branche in Indien betrachtet haben... Leider sind wir nicht sehr zuversichtlich, dass sich die Dinge in naher Zukunft verbessern werden."

Raj sagte, dass die Börse plane, eingefrorene Einlagen auf den Bankkonten in den nächsten fünf Wochen zurückzuerstatten, und forderte die Benutzer auf, ihre Krypto-Wallets bis zum 15. Juli zu leeren.

Im Mai kündigte auch die indische Kryptowährungsbörse Coinome an, dass sie wegen regulatorischer Schwierigkeiten ihren Betrieb einstellen würde.

Letzte Woche wurde berichtet, dass Facebook keinen Antrag auf Genehmigung zum Betrieb von Libra, seiner angekündigten Kryptowährung, in Indien gestellt habe.