Indonesien: Neues Gesetz stuft Kryptowährungen als Handelsware ein

Indonesien hat ein neues Gesetz verabschiedet, dass Bitcoin (BTC) als Handelsware einstuft. Dies berichtet das asiatische Nachrichtenportal KrASIA am 15. Februar.

Die indonesische Aufsichtsbehörde für Future- und Optionsmärkte namens Bappebti hatte schon im vergangenen Juni eine Erlaubnis für den Handel von Krypto-Futures erteilt, die ganz legal auf Börsen angeboten werden können. Damals hatte die Behörde angekündigt, dass die Regierung bald den dazugehörigen gesetzlichen Rahmen formulieren würde, um Kryptobörse, Besteuerung und sonstige rechtliche Problemstellungen der Branche zu klären.

Die Bappebti hat mit dem heutigen Tag den Gesetzentwurf Nr. 5/2019 verabschiedet, der Bitcoin und andere Digitalwährungen nun offiziell als Handelsware einstuft. Die bestehenden Kryptobörsen des Landes sind damit nun endgültig abgesichert.

Im neuen Gesetzestext ist jedoch auch eine Reihe von Bestimmungen festgesetzt, die jegliche Kryptowährungen betrifft, die in Indonesien gehandelt werden. Demnach müssen diese Auflagen hinsichtlich Risikobewertung, Geldwäschebekämpfung (AML) und Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung (CFT) erfüllen. Außerdem müssen Krypto-Handelsplattformen über alle Transaktionen der letzten fünf Jahre Buch führen und diese Daten auf Servern im Inland verwahren.

Wisnu Wardhana, der Vorsitzende der Bappepti, sagte dahingehend, dass seine Behörde mit dem neuen Gesetz „einen Schutz für alle Krypto-Investoren schaffen will, damit sie nicht von Betrügern ausgenommen werden können.“

Onny Widjanarko, der in führender Position bei der „Bank of Indonesia“ tätig ist, betont in diesem Zusammenhang, dass „die Zentralbank trotzdem weiterhin Bitcoin und Kryptowährungen als Zahlungsmittel verbietet. Die Zentralbank hat zwar nichts mit Handelswaren zu tun, aber sehr wohl mit Zahlungsmitteln.“

Indonesische Bitcoin Broker hatten sich zuletzt allerdings kritisch gegenüber der Regierung gezeigt, da im vergangenen Oktober neue Kapitalbestimmungen eingeführt wurden. Unter den neuen Regeln müssen die Broker mindestens über 70 Mio. US-Dollar verfügen, ehe sie den Handel von entsprechenden Futures anbieten dürfen.