ING-Studie: Europäische Verbraucher sehen Digitalwährungen nicht als Alternative

Verbraucher in Europa, Australien und den USA halten Digitalwährungen laut einer am 13. November veröffentlichten Studie der ING-Bank nicht für eine Alternative zu klassischem Geld.

Weniger als ein Drittel der befragten europäischen Verbraucher halte laut der im Auftrag durchgeführten Umfrage digitale Währungen für “die Zukunft beim Bezahlen im Internet”. In Deutschland sei der Anteil mit knapp einem Viertel sogar noch geringer.

Auch das Interesse an klassischen Zahlungsverkehrskonten mit Kryptowährungsoption ist laut der Studie relativ gering. In Deutschland sehen es rund 85 Prozent der Verbraucher nicht als Aufgabe ihrer Bank, ein solches Konto anzubieten.

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Anbieter aus dem Technologiesektor stoßen bei dem Thema deshalb aber nicht auf mehr Interesse. Die Mehrheit halte diese nicht für “vertrauenswürdige Partner für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs”. Zwei Drittel der europäischen Verbraucher könnten sich zudem nicht vorstellen, Freunden oder Verwandten Geld über Social-Media-Anbieter zukommen zu lassen.

Seit dem Jahr 2018 hat sich die Akzeptanz von Kryptowährungen unter Verbrauchern damit nur marginal verändert. Eine von der Creditplus Bank am 17. September veröffentlichten Umfrage aus dem Jahr 2018 war zu ähnlich niedrigen Zustimmungswerten zu Kryptowährungen gekommen.