Investmentfirma Morgan Creek lanciert Digital Asset Index Fund ohne vorverminte Kryptos

Morgan Creek Digital, welches von institutionellen Investmenthaus Morgan Creek Kapital mit einem Verwaltungsvermögen von 1,3 Mrd. Euro gedeckt wird, hat einen neuen Digital Asset Index Fonds in Partnerschaft mit Bitwise lanciert, wie Forbes am 28. August berichtet.

Der neue Fonds soll akkreditierten Anlegern, Stiftungen, Pensionsunternehmen und anderen zugelassenen institutionellen Investoren die Möglichkeit geben, direkt mit Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und acht anderen großen Vermögenswerten in Kontakt zu treten.

Ripple (XRP) und Stellar (XLM) gehören bemerkenswerterweise nicht dazu, da beide Vermögenswerte angeblich "vorvermint" sind; was so viel bedeutet, wie dass ein Teil der Token erschaffen und an die Gründer und Entwickler des Projektes verteilt wurde, bevor die Token öffentlich zum Verkauf angeboten wurden. Wie Anthony Pompliano, Partner bei Morgan Creek Digital, Forbes gegenüber zu Protokoll gab:

"Wenn es eine zentrale Partei gibt, die 30 oder Prozent mehr des Angebots besitzt, dann schließen wir diejenigen aus dem Index aus, da wir glauben, dass ansonsten viele zusätzliche Risiken entstehen, die möglicherweise nicht vorhanden sind, wenn es sich um ein dezentralisiertes Netzwerk handelt."

Dies trifft auch auf Token wie TRON (TRX), NEO und NEM zu, welche eventuell in der Zukunft mit der gleichen Begründung ausgeschlossen werden könnten.

Wie Forbes anmerkt, bringt die Zentralisierung einiger Kryptowährungen wahrgenommene regulatorische Risiken mit sich, die potenziell zu höherer Volatilität und Marktmanipulationen von Seiten der viel-prozentigen Token-Halter führen könnten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Regulatoren solche Token in Zukunft als Wertpapiere einstufen.

Pompliano sagte Forbes, dass er zuversichtlich sei, dass institutionelle Anleger an dem Fonds interessiert seien, unabhängig davon, ob die Vermögenswerte als Wertpapiere angesehen werden oder nicht. Bitwise-Mitbegründer Hunter Horsley bestätigte derweil, dass die Entscheidung zum Ausschluss von vermieteten Vermögenswerten sowohl aufgrund von Bedenken hinsichtlich potenzieller Betrugsfälle und Manipulationen, als auch aufgrund der regulatorischen Unsicherheiten in Bezug auf den Wertpapierstatus von Token im Besitz von zentralen Entitäten getroffen wurde.

Neben Bitcoin und Ethereum wird Morgan Creeks Index Bitcoin Cash (BCH), EOS, Litecoin (LTC), Zcash (ZEC), Monero (XMR), DASH, Ethereum Classic (ETC) und Omisego aufführen. Die Vermögenswerte werden in dem Korb des Funds je nach Marktkapitalisierung gewichtet, welcher monatlich neu kalkuliert wird.

Ab Herbst 2018 wird der Fonds von Bitwises Auditor Cohen & Company überwacht. Die Ergebnisse sollen ab Anfang 2019 jährlich publiziert werde.

Neben den Einschränkungen für vorverminte Coins hat Morgan Creek auch Sorgerechtsanforderungen, Handelskonzentrationslimits und Kühllageranforderungen festgelegt, die mehrere andere Kryptos von der Berücksichtigung für den neuen Fonds disqualifizieren.

Weder IOTA noch Cardano (ADA) erfüllen die Anforderungen für die Kalt-Depotregelung, während Vechain (VET), welcher angeblich hauptsächlich über Binance gehandelt wird, nicht die Konzentrationsregelung der Börse erfüllt.

Wie Cointelegraph berichtete, argumentierte der Regierungsregulator Gary Gensler im Frühling, dass Altcoins wie Ethereum und Ripple aufgrund ihrer Token-Vorverkäufe leicht als nicht-registrierte Wertpapiere gelten könnten.

Seitdem hat die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) entschieden, dass Ethereum durch Mining inzwischen horizontal ausreichend etabliert ist, um der Wertpapier-Klassifizierung zu entgehen. Ripple unterdessen steht noch vor der laufenden Rechtsklage für den vermeintlichen Verkauf nicht-registrierter Wertpapiere.