JPMorgan: Blockchain-Netzwerk bis Anfang 2020 auch in Japan

Das Blockchain-Zahlungsnetzwerk von JPMorgan soll Anfang 2020 in Japan eingeführt werden, wie Cointelegraph Japan am 10. Dezember berichtete.

Das Interbank Information Network (IIN) basiert auf der internen Blockchain-Plattform Quorum von JPMorgan und soll den Zahlungsverkehr beschleunigen und die großen Herausforderungen beim Datenaustausch zwischen den Banken überwinden.

Bloomberg berichtete, dass über 80 japanische Banken erklärt hätten, der Plattform beitreten zu wollen. Japanische Banken bilden nun über 20 Prozent der 365 globalen Mitglieder, die seit September 2019 ihre Teilnahme bekanntgegeben haben. Damit hat das Land den größten Anteil an der Teilnehmerzahl.

Daizaburo Sanai, einer der Geschäftsführer bei JPMorgan, erklärte, dass das INN derzeit bei 70 Banken in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten läuft. Da sich japanische Banken bisher nicht beteiligt haben, wird erwartet, dass im Januar 2020 die Integration in das INN beginnt, wie es im Bericht heißt.

Laut Sanai wollen sich japanische Unternehmen der Plattform anschließen, um die Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche zu verbessern. Das Tool soll die Rückverfolgung von Bargeldempfängern "schneller und effizienter" machen.

Im Jahr 2017 wurde das INN als Pilotprojekt gestartet und Mitte September 2019 kam auch Deutschlands größte Bank, nämlich die Deutsche Bank, hinzu.

JPMorgan und Blockchain

JPMorgan ist die zweitgrößte Investmentbank der Welt nach Goldman Sachs und hat sich aktiv mit Blockchain- und Krypto-Projekten beschäftigt. Das Unternehmen ist bekannt für seine eigene Kryptowährung JPM Coin, die voraussichtlich Ende 2019 herauskommen soll, wie im Juni berichtet wurde.

Vor kurzem hat JPMorgan ein neues Projekt für Derivate angekündigt. Dieses soll die Übertragung von Bargeld und Sicherheiten beschleunigen. Laut einer offiziellen Ankündigung von Mitte November hat JPMorgan eine Partnerschaft mit dem kalifornischen Fintech-Unternehmen Baton Systems geschlossen, um eine sofortige Übermittlung von Übertragungen an mehrere Clearingstellen zu ermöglichen.