Kik-Messenger überträgt Krypto-Anwälten die Kontrolle über die „Defend Crypto“ Initiative

Die Blockchain Association, ein Verbund von Anwälten aus der Kryptobranche, hat den Vorsitz der „Defend Crypto“ Initiative übernommen, die Spendengelder für das laufenden Gerichtsverfahren des Messenger-Dienstes Kik verwaltet.

Wie es in einem offiziellen Blog-Eintrag vom 28. Juni heißt, betraut der Messenger-Dienst Kik (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Textilhersteller) die Blockchain Association ab sofort mit der Verwaltung der bisher gespendeten Gelder, da die Anwälte „am besten über die sinnvolle Nutzung der vorhandenen Ressourcen entscheiden können“.

Allerdings betont die Mitteilung gleichsam, dass die Gelder nicht nur für das Gerichtsverfahren von Kik, sondern auch für die Rechtsstreitigkeiten anderen Krypto-Firmen verwendet werden sollen. So heißt es:

„Wenn wir Kryptowährungen verteidigen wollen, dann müssen wir das gemeinsam tun. Deshalb haben wir entschieden, dass die Gelder von Defend Crypto auch für andere Krypto-Projekte aufgewendet werden sollen, die sich ihrerseits in Rechtsstreitigkeiten befinden, die Auswirkungen auf die ganze Branche haben könnten.“

Kik hatte die Defend Crypto Initiative im Mai gegründet, um die Gerichtskosten für ein Verfahren zu tragen, das durch die amerikanische Börsenaufsicht SEC angestrengt wurde. Dabei geht Kik davon aus, dass der Prozess ein Präzedenzfall werden könnte.

Als ursprüngliches Ziel der Spendenkampagne waren 5 Mio. US-Dollar angesetzt, da mittlerweile aber noch zusätzliche 1,6 Mio. US-Dollar eingesammelt wurden, sollen diese Gelder an andere Projekte gehen, wie oben erklärt. Zusätzlich will das Unternehmen noch 500.000 US-Dollar in Form der eigenen Kryptowährung namens KIN beisteuern.

Wie zuvor berichtet, soll Kik gegenüber der Börsenaufsicht falsche Angaben bezüglich der eigenen Blockchain gemacht haben. Demnach hatte Kik wohl angegeben, dass die eigene Blockchain mehr Aktivität verzeichnet als Bitcoin und Ethereum, außerdem würden mehr als 300.000 Nutzer bereits die eigene Kryptowährung nutzen. Daten von Coin Metrics ergeben jedoch, dass viele Nutzerkonten nie benutzt worden sind, gleichsam würden lediglich 35.000 Konten mehr als 10.000 KIN-Tokens halten.