Komodo sichert mit Selbst-Hack Kryptobestände im Umfang von 13 Mio Dollar ab

Der Krypto-Wallet-Anbieter Komodo hat sich selbst gehackt, um Betrüger daran zu hindern, auf die Gelder seiner Nutzer zuzugreifen, so das Unternehmen in einem Blogbeitrag am 5. Juni.

Sicherheitsforscher hatten das Unternehmen auf eine Schwachstelle in seiner Agama-Wallet aufmerksam gemacht. Als das Cybersicherheitsteam von Komodo erkannte, dass Hacker jeden Moment zuschlagen könnten, entschied es sich, den gleichen Angriff zu nutzen, um gefährdete Krypto-Bestände in Sicherheit zu bringen.

Komodo erklärte seinen Nutzern das Vorgehen mit folgenden Worten:

"Wir konnten rund 8 Millionen KMD und 96 BTC aus diesen gefährdeten Wallets herausholen, die sonst für den Angreifer leicht zu knacken gewesen wären."

Komodos Aktionen bedeuten, dass zu aktuellen Marktpreisen Gelder im Wert von 13 Millionen US-Dollar erfolgreich vor einem Hack geschützt wurden.

Die Kryptowährungen wurden nun in zwei sicheren Wallets aufbewahrt und betroffene Eigentümer aufgefordert, ihr Vermögen zurückzufordern. Diejenigen, die vielleicht noch Krypto in einer Agama-Brieftasche haben, sollen ihr ganzes Geld so schnell wie möglich an eine neue Adresse zu überweisen.

Weitere Details zur Schwachstelle sollen veröffentlicht werden, sobald Komodo sichergestellt hat, dass alle Gelder in Sicherheit sind.

Hacks sind eine ständige Bedrohung in der Kryptowelt. Ende Mai stellte sich heraus, dass die inzwischen nicht mehr existierende neuseeländische Börse Cryptopia Gläubigern 4,22 Millionen Dollar schuldet, nachdem sie Mitte Januar einen Angriff erlitten hatte.

Wochen zuvor haben Hacker mit Phishing und Viren 7.000 Bitcoin (BTC) aus kompromittierten Binance Hot Wallets in einem vorsätzlichen Angriff abgezogen, der von den Sicherheitssystemen der Börse nicht erkannt wurde.