Die in Singapur ansässige Kryptobörse KuCoin hat eine Krypto-Wallet blockiert, die wohl in einen Betrug an der Firma RChain (RHOC) verwickelt ist, wie am 26. April in einem entsprechenden Blog-Eintrag gemeldet wurde.
RChain, das Unternehmen hinter dem RHOC-Coin, ist während einer Treuhand-Transaktion Opfer eines Token-Betrugs geworden, bei dem Falschgeld eingesetzt wurde.
Im Rahmen der Transaktion sollte die RChain 11 Mio. RHOC-Tokens an die betreffenden Personen überweisen, die im Gegenzug einen hohen Geldbetrag auf den Treuhandkonten von RChain deponieren wollten. Sobald der entsprechende Geldbetrag auf den Treuhandkonten eingegangen war, hat RChain die RHOC-Tokens wie geplant an die besagte Krypto-Wallet geschickt. Im Nachgang hat die RChain dann jedoch herausgefunden, dass ihr von den Betrügern Falschgeld gesendet wurde.
Anschließend hat RChain die Kryptobörse KuCoin kontaktiert, über die die Transaktion abgewickelt wurde. KuCoin hat die betrügerische Wallet-Adresse daraufhin blockiert. Bei Redaktionsschluss wird laut Etherscan für die Adresse angegeben: „Diese Adresse ist am RHOC Token-Betrug beteiligt.“
Die Summe der entwendeten RHOC-Tokens beläuft sich auf 310.000 US-Dollar, wie die Kursdaten von CoinMarketCap zeigen. Der Kurs des RHOC-Coins liegt derzeit bei 0,0283 US-Dollar, die Marktkapitalisierung beträgt 10,6 Mio. US-Dollar. Im Januar hatte der RHOC noch einen Wert von 2,90 US-Dollar und gehörte damit vorübergehend zu den Top-30 Kryptowährungen.
Cointelegraph hatte kürzlich berichtet, dass die kanadische Kryptobörse QuadrigaCX offiziell für insolvent erklärt wurde, nachdem sie zuvor Gläubigerschutz beantragt hatte. Quadriga Mitgründer Gerald Cotten war im Dezember 2018 plötzlich verstorben, wodurch die Kryptobörse den Zugang zu ihren Cold-Wallets, und damit zu all ihren Vermögenswerten, verloren hatte.
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