Südkorea: Großbank verstärkt Kontrolle von Konten, die mit Kryptobörsen interagieren

Eine der größten Banken Südkoreas will zukünftig strengere Kontrollen für Konten durchführen, die mit Kryptobörsen interagieren. Dies berichtet BEI News am 1. Juli.

Die Shinhan Bank sieht dafür „besondere Maßnahmen“ vor, was wohl bedeutet, dass die Bank Kontobewegungen ab sofort genauer durchleuchten wird.

Damit will das Finanzinstitut etwaigen Anschuldigungen vorbeugen, die der Bank die Begünstigung von Finanzkriminalität vorwerfen, denn zuletzt waren Kryptobörsen verstärkt in Betrugsfälle verwickelt.  

Zunächst sollen Mitarbeiter mit den Kontrollmaßnahmen beauftragt werden, Ende Juli soll aber auch ein Überwachungssystem installiert werden, das durch Künstliche Intelligenz und sogenanntes Deep Learning in der Lage sein soll, betrügerische Kontobewegungen schneller und genauer ausfindig zu machen.

BEI News zitiert einen Sprecher der Shinhan Bank dahingehend, wie folgt:

„Wir haben einen vollumfänglichen Plan erstellt, um Betrugsversuche zu bekämpfen und wir werden weitere präventive Vorkehrungen treffen, damit unsere Kunden auch in Zukunft nicht geschädigt werden.“

Die Intensivierung der Schutzmaßnahmen steht wohl in Verbindung mit der steigenden Anzahl von Hackerangriffen auf Kryptobörsen. Auch die südkoreanische Krypto-Handelsplattform Bithumb war bereits betroffen.

Die Bithumb wurde sogar schon mehrfach gehackt, wobei erst im März mehr als 3 Mio. EOS gestohlen wurden, was damals einem Gegenwert von 17,5 Mio. US-Dollar entsprach.

Vergangenen Sommer wurden der Kryptobörse wiederum 17 Mio. US-Dollar in verschiedenen Kryptowährungen gestohlen, dabei wurden hauptsächlich Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) entwendet.