Neuseeland: Staatliches Institut gewährt Krypto-Wallet und -Handelsplattform Zuschuss

 

 

Das staatliche Innovationsinstitut Callaghan Innovation aus Neuseeland hat einem lokalen Krypto-Wallet- und -Handelsdienstleister einen Zuschuss in Höhe von umgerechnet rund 290.000 Euro gewährt. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Dienstag, den 30. Oktober, hervor.

Callaghan Innovation hat der lokalen Krypto-Wallet und -Handelsplattform Vimba einen Projektzuschuss für Forschung und Entwicklung gewährt. Die Plattform ist eine neue Version der ehemaligen Plattform namens MyCryptoSaver. Mit diesem Zuschuss will das Krypto-Startup sein Angebot erweitern und mehr Kryptowährungen notieren sowie Krypto-Wallets mit Multi-Signaturen anbieten.

Projektzuschüsse für Forschung und Entwicklung sind eine Form der Mitfinanzierung für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Ein Sprecher von Callaghan Innovation sagte gegenüber Cointelegraph, dass die Zuschüsse bis zu 40 Prozent der Finanzierung eines Projekts übernehmen würden. Im letzten Geschäftsjahr sollen 355 solcher Zuschüsse genehmigt worden sein.

Die Plattform Vimba aus Auckland, die im Jahr 2014 unter dem Namen MyBitcoinSaver gegründet wurde, bietet neuseeländischen Einwohnern begrenzte wöchentliche Investitionen in die großen Kryptowährungen Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) an. Seit dem Start gab es für Vimba zwei Investitionsrunden. In den kommenden Wochen will die Plattform Berichten zufolge Dienstleistungen in Großbritannien anbieten.

Sam Blackmore, der CEO von Vimba, kommentierte, dass die Anzahl der Kunden des Unternehmens trotz des Bärenmarktes in diesem Jahr "sehr stabil geblieben" sei. Blackmore erklärte auch, dass das Unternehmen überzeugt sei, dass Bitcoin "mindestens die Marktkapitalisierung von Gold erreichen wird", da er eine "effizientere, zugänglichere und sicherere Version dieses seltenen Vermögenswertes" sei.

Der neuseeländische Nachbar Australien hat ebenfalls Regierungszuschüsse an Krypto- und Blockchain-Startups vergeben. Im August gewährte die Regierung des Bundesstaates Queensland einem Krypto-Reise-Start-up namens TravelbyBit im Rahmen einer Innovationsförderung einen Zuschuss von umgerechnet über 7,3 Mio. Euro. Das Unternehmen soll den Tourismus in das Land ankurbeln, indem es Reisen, die mit Kryptowährungen bezahlt werden können, anbietet.

Im Juli erhielt die Queensland Cane Growers Organization einen staatlichen Zuschuss in Höhe von umgerechnet rund 1,5 Mio. Euro. Damit soll Blockchain-Technologie zur Nachverfolgung der Herkunft von Zuckerlieferungen verwendet werden.