NYAG fordert Offenlegung der Bitfinex-Tether-Dokumente

Die New Yorker Staatsanwälting Letitia James (NYAG) hat die Offenlegung von Dokumenten beantragt, die den Deal zwischen der Kryptobörse Bitfinex und dem Stablecoin-Betreiber Tether betreffen. Das Rechtsmemorandum von NYAG wurde am 3. Mai eingereicht.

Das Rechtsmemorandum fordert mehr Transparenz und behauptet, dass "Bitfinex und Tether ihre Kunden und Investoren in die Irre führen". Das Statement erklärt darüber hinaus, wieso das Büro der Staatsanwältin diese Dokumente überhaupt benötigt:

„Auch wenn diese und andere Unstimmigkeiten die Kernprobleme in diesem Fall nicht ändern, [...] erhöhen sie nur die Notwendigkeit der OGA [Büro der Generalstaatsanwaltschaft], Dokumente und Informationen rechtzeitig und organisiert zu beschaffen, damit die OAG dies verstehen kann was in diesen Unternehmen stattgefunden hat und was weiterhin geschieht.“

In dem Dokument wird auch darauf hingewiesen, dass die Behörden „eine enge Verfügung gestellt haben, um den Status quo zu erhalten und zu verhindern, dass die Befragten die Barreserven, die angeblich für die virtuelle Währung Tether hinterlegt sind, weiter wegschaffen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist."

Die NYAG weist außerdem darauf hin, dass der laufende Prozess Bitfinex und Tether nicht daran gehindert habe, "ihre Geschäfte wie üblich zu betreiben, wie sie es seit der einstweiligen Verfügung getan haben".

Wie Cointelegraph bereits zuvor berichtete, behauptete die NYAG Ende April, dass Bitfinex 760 Millionen Euro verloren habe und anschließend Gelder des verbundenen Unternehmens Tether verwendet habe, um den Fehlbetrag zu vertuschen.

Kurz darauf antworteten Tether und Bitfinex auf die Anschuldigungen mit einer Erklärung, in der behauptet wurde, dass die Gerichtsakten der New Yorker Staatsanwaltschaft "mit falschen Behauptungen durchsetzt waren".

Gestern berichtete Cointelegraph über Dokumente, die von einem Bitfinex-Aktionär veröffentlicht wurden und die bestätigen, dass die Börse ein Initial Exchange Offering von fast einer Milliarde US-Dollar für den neuen Token LEO geplant haben.

Zu Beginn dieser Woche offenbarte eine Anklage gegen zwei Personen eine offensichtliche Verbindung zu den Schattenbanken-Diensten, die von den Krypto-Börsen Bitfinex und QuadrigaCX genutzt wurden.