Gold-Fürsprecher macht „Ausquetsch-Taktik“ der Großinvestoren für Bitcoin-Anstieg verantwortlich

Gold-Fürsprecher Peter Schiff ist der Meinung, dass der jüngste Aufschwung von Bitcoin (BTC) auf eine gezielte Taktik der Großinvestoren zurückzuführen ist, die damit kleinere Privatanleger „ausquetschen“ wollen.

Die entsprechenden Äußerungen machte Schiff am 29. Oktober auf Twitter, so schrieb er dort im Wortlaut:

„Die Bitcoin-Anleger halten weiterhin an ihren Vermögen fest, in der Hoffnung reich zu werden, wenn #Bitcoin weiter nach oben klettert. Die Bitcoin-Großinvestoren werden unterdessen reich, indem sie ihre Schein-Gewinne abverkaufen, ehe ein Crash sie wieder vernichtet. Die Großinvestoren müssen sicherstellen, dass die kleinen Anleger nicht die Hoffnung verlieren und ihre Vermögen verkaufen, damit sie selbst reich werden können.“  

Bitcoin kann Gold ausstechen

Diese steile These von Schiff kommt nur wenige Tage nachdem die Kryptomärkte sich mit satten Gewinnen wieder nach oben katapultieren konnten, wobei Marktführer Bitcoin (BTC) sogar einen Rekord-Tageszuwachs von 42% einfahren konnte.

Im Vergleich zu Gold hat Bitcoin in dieser Zeit einen relativen Zuwachs von mehr als 30% erfahren, was Schiff womöglich zu seiner Kritik an der Kryptowährung bewegt hat.

Auf Twitter entgegnen die Nutzer Schiff allerdings, dass diese Art von Handelsstrategie auch auf anderen Märkten angewandt wird und deshalb nicht unbedingt der Rede wert ist. Ein Nutzer fügt sarkastisch an, dass natürlich „nur Gold“ immun gegen ein solches Vorgehen ist.

Am 29. Oktober ist Gold auf ein einwöchiges Tief abgefallen, was dadurch bedingt sein könnte, dass sich auf anderen Märkten langsam wider positive Stimmung verbreitet, da eine Verbesserung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China in Sicht scheint.

Weitere bevorstehende Zinssenkungen der amerikanischen Zentralbank könnten sich jedoch schon bald positiv auf den Goldkurs auswirken.

Wertaufbewahrungsmittel des digitalen Zeitalters

Wie zuvor berichtet, hat Schiff sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch über Bitcoin geäußert.

Dahinter steht vermutlich die Furcht, dass die marktführende Kryptowährung dem Edelmetall den Rang ablaufen könnte, da Bitcoin immer mehr als Wertaufbewahrungsmittel wahrgenommen und gar schon als „digitales Gold“ betitelt wird. Diese Annahmen wird dadurch bestätigt, dass die Korrelation zwischen Gold und Bitcoin zuletzt deutlich zugenommen hat.

In diesem Zusammenhang sehen einige Experten die lockere Geldpolitik der Zentralbanken als regelrechten „Treibstoff“ für den Kurs von Bitcoin.