Russische Bahn will Blockchain zur Vergabe von Fahrkartenermäßigungen nutzen

Der Rentenfonds der Russischen Föderation handelt derzeit eine Vereinbarung mit der Russischen Bahn aus, die den Einsatz von Blockchain vorsieht, um damit die Daten von Passagieren zu verwalten, die Fahrkartenermäßigungen bekommen können. Dies berichtet die in Moskau ansässige Nachrichtenagentur Rambler News Service am 1. März.

Anton Drozdov, der Vorsitzende der russischen Rentenversicherung, gibt an, dass die staatliche Rentenkasse und die Russischen Bahn, die ebenfalls staatlich geführt ist, noch im Laufe des Jahres 2019 die Verhandlungen abschließen möchten.

Das angestrebte Blockchain-System soll die Transparenz bei der Vergabe von Fahrkartenermäßigungen erhöhen, damit Schwarzfahren und Betrug effektiver verhindert werden können, wie Drozdov gegenüber dem Nachrichtenportal RNS erklärt.

Ein entsprechendes Pilotprojekt wird zunächst auf der Bahnstrecke zwischen den Städten Moskau und Twer getestet.

Auf die Frage, ob die russische Rentenversicherung zukünftig auch Blockchain für die Individualisierung von Rentengeldern nutzen will, entgegnete Drozdov, dass seine Organisation zum jetzigen Zeitpunkt nicht an einem solchen Projekt arbeiten würde. Allerdings weist er darauf hin, dass die russische Zentralbank dahingehend eine rechtliche Grundlage schaffen möchte, damit zukünftig eine Initiative dieser Art angeschoben werden kann.

Der Stadtrat von Moskau hat jüngst einen Antrag für ein Blockchain-gestütztes Wahlsystem eingereicht, das Wahlbetrug bekämpfen soll, indem die Daten der Wähler und die abgegebenen Stimmen getrennt gehalten werden.

Staatspräsident Putin hat das russische Parlament vergangene Woche aufgefordert, die Gesetzesentwürfe zur Krypto-Regulierung voranzutreiben. Laut der offiziellen Aufforderung soll über die Entwürfe noch im Frühling 2019 abgestimmt werden, damit diese bis zum 1. Juli 2019 umgesetzt werden können.