Präsident von Samsung SDS: Blockchain kann Produktivität in der Fertigungsindustrie verbessern

Der Präsident und CEO von Samsung SDS hat erklärt, dass Blockchain die Produktivität in der Fertigungsindustrie verbessern könne. Samsung SDS ist eine Tochterfirma des südkoreanischen Technologiekonzerns Samsung Group im Bereich IT- und Beratung Das geht aus Kommentaren des Präsidenten und CEO Hong Yuan Zhen hervor, die am 26. März von der lokalen Medienagentur Sina Technology News veröffentlicht wurden.

Sina berichtete, dass der CEO das bei einer Rede auf dem jährlichen Forum "Boao Forum for Asia 2019 Annual Meeting" erklärt habe. Dieses findet vom 26. bis 29. März in Boao in der chinesischen Provinz Hainan statt.

Während eines Forums, bei dem es um die Entwicklung von Datenressourcen geht, soll Hong Yuan Zhen die Produktivitätssteigerung hervorgehoben haben, die Echtzeit-Datenanalysen und -vorhersagen in Verbindung mit der Blockchain-Technologie bringen könnten:

"Im gesamten Lieferketten-Management ist die Kommunikation sehr wichtig. Daten müssen gesammelt werden und durch Blockchain und KI können wir Prozesse verbessern und das Vertrauen stärken, damit wir Informationen besser untereinander austauschen können. Damit kann dann ein gesunder Prozess gestaltet werden."

Der CEO erklärte Berichten zufolge, dass die Digitalisierung mehr als ein rein technischer Prozess sei, und dass die Blockchain nicht nur technische Unterstützung biete, sondern ein neues Konzept darstelle und die Grundlage für neue Lösungen bilde.

Wie bereits berichtet, enthüllte ein Samsung-Mitarbeiter letzten Monat, dass das neue Smartphone des Unternehmens, nämlich das Galaxy S10, eine Wallet-Funktion für Ethereum (ETH), Bitcoin (BTC) und zwei weitere Token umfasse. Von diesen soll einer mutmaßlich in der ersten dezentralen Partneranwendung des Smartphone eine Rolle spielen.

Gerüchte und Geheimhaltung hatten zuvor Zweifel an einer zukünftigen Blockchain und Krypto-Integration für die neuen Samsung-Smartphones aufgeworfen. Im Dezember 2018 hatte Samsung die Vermutungen über eine integrierte Krypto-Wallet als "Gerücht und Spekulation" zurückgewiesen. Im Januar haben durchgesickerte Fotos des neuen Smartphones darauf hingedeutet, dass das Galaxy S10 eine Ethereum-Wallet unterstützen würde.  

Die Samsung-Tochter hatte zuvor über eine Partnerschaft mit der großen niederländischen Bank ABN AMRO ein Pilotprojekt zur Nutzung der Technologie in der Versandbranche gestartet. Im Sommer 2018 lancierte Samsung SDS eine eigene Blockchain-Plattform für Unternehmen aus dem Finanzbereich. Außerdem hat das Unternehmen Blockchain auch in der Logistikbranche eingesetzt.