Schweizer Krypto-Verwahrer kann kriminelle Token-Bestände entdecken

Das auf die sichere Aufbewahrung von Kryptowährungen spezialisierte Startup aus Genf Taurus ist eine Partnerschaft mit dem Luxemburger Analyse-Spezialisten Scorechain eingegangen, so eine Pressemeldung des Unternehmens vom 19. März.

Scorechain stellt Taurus ein Analysemodul seiner Compliance-Plattform zur Verfügung, mit dem Ursprungsnachweise für Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum geleistet werden können. Mit dem Modul will Taurus für seine an Banken ausgerichtete Aufbewahrungslösung einen zuverlässigen Schutz vor Geldwäsche und gestohlenem Krypto-Geld bereitstellen.

Nach Aussage von Taurus stellt das um den Betrugsschutz erweiterte Storage-Angebot eine Weltpremiere dar. Laut Pierre Gérard, CEO von Scorechain, entwickelt das Unternehmen seine Erkennungstechnik laufend weiter, die bereits jetzt nicht mehr nur auf Bitcoin und Ethereum beschränkt ist:

"Wir verbessern unsere Produkte kontinuierlich weiter, die bereits heute Bitcoin, Lightning Channels, Ethereum, ERC20-Token und Stablecoins umfassen. Die Integration unserer Scorechain-Tools in Taurus-PROTECT ermöglicht es unseren Kunden, von einer sehr fortschrittlichen Speicherlösung und leistungsstarken Überwachungs- und Berichtsfunktionen für ihre Vermögenswerte und Geschäftspartner zu profitieren."

Dass Kryptogeld aus illegalen Quellen ein großes Risiko darstellt, machte jüngst erst ein Fall aus Australien deutlich, bei dem die Finanzaufsicht den Betrieb von zwei Kryptobörsen wegen vermuteter Verbindung zu Drogenhandel aussetzte. Auf zunehmenden Regulierungsdruck verstärken Kryptobörsen und -verwahrer deshalb ihre Anti-Geldwäsche-Maßnahmen.