Südkorea: Neue Blockchain-Rechtsagentur will gesetzlichen Rahmen entwickeln

Eine Gruppe von südkoreanischen Blockchain-Experten gründet eine Rechts-basierte Agentur, um die Technologie und deren Implementierung voranzutreiben, wie das Nachrichtenportal Yonhap News am 20. August berichtet.

Laut Mitteilung soll die sogenannte „Blockchain Law Society“ (Blockchain Rechtsgemeinschaft) ab dem 24. August ihren offiziellen Start in Südkorea nehmen.

Die auf Blockchain ausgerichtete Organisation hat sich zum  Ziel gesetzt, einen rechtlichen Gesetzesrahmen für die Anwendung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zu erarbeiten, außerdem soll die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen  wie „Wirtschaft, Software-Entwicklung“ und Handel verbessert werden.

Die Blockchain Law Society setzt dabei auf Fachwissen aus unterschiedlichen Sphären, darunter juristische Experten, Akademiker und Spezialisten aus verschiedenen Branchen, um den rechtlichen Hintergrund der neuen Technologie zu erforschen und einen gesetzlichen Rahmen zur Regulierung von Blockchain zu entwickeln, so Yonhap News.

Zuvor hatte in diesem Jahr der Koreanische Blockchain Verband (KBA) angekündigt, ein internes, selbst-regulierendes Regelwerk für die 14 Kryptobörsen zu schaffen, aus denen sich der Verband zusammensetzt. Zu den darin genannten Verpflichtungen gehören zum Beispiel die Trennung der Wertanlagen der Kunden von den eigenen Finanzmitteln, sowie die regelmäßige Veröffentlichung von Wirtschaftsberichten.

Im Juli hatten drei südkoreanische Ministerien – das Nationale Statistische Büro, das Ministerium für Wissenschaft und Technologie, sowie das Ministerium für Information und Kommunikation – eine gemeinsame Initiative vorgestellt, die die Bestimmung der Standards für die heimische Blockchain-Industrie übernehmen soll.

Erst kürzlich hatte Südkorea angekündigt, die Blockchain-Technologie, nebst sieben anderen Wirtschaftsbereichen, zu fördern, wobei insgesamt 5 Mio. Won bzw. 4,4 Mrd. US-Dollar im nächsten Jahr investiert werden sollen.