Laut Südkoreas Finanzregulatoren löst Fintech das "Arbeitsproblem der Jugend"’

Die südkoreanische Finanzdienstkommission (FSC) hat angekündigt, zukünftig Blockchain-Technologien für Fintech-Innovationen zu nutzen und sich auf die Förderung neuer Technologien anstatt deren Regulation zu konzentrieren, wie der lokale Nachrichtendienst Korea JoongAng Daily heute, am 21. März berichtet.

Choi Jong-ku, der Vorsitzende der FSC, gab als Impuls für die Ankündigung an: "Die Spieler im Finanzdienstleistungsmarkt werden vielfältiger, mit neuen Unternehmen und auch der Wettkampf in Finanzmarkt wird heftiger. Das Resultat ist, dass existierende Finanzunternehmen ebenfalls versuchen, ihre Angebote mit Fintech zu verbessern."

Jong-ku fügt hinzu, dass er Vorteile für junge Leute in dem eher zeitgenössischen Fintech-Markt sieht:

"Fintech ist ein Bereich, der neue Technologien braucht und er wird das Arbeitsproblem der Jugend lösen, indem er mehr Arbeitsplätze für junge Leute schafft."

Die FSC hofft, dass die angekündigten "regulatorischen Rückzieher" Unternehmen einen Anreiz geben, mehr Jobs zu schaffen und ihre Servicegebühren zu senken. Er referiert in dem Zuge bereits implementiere geschäftliche Verbesserungen durch Fintech wie die Möglichkeit, Investments per Videochat zu tätigen oder per Crowdfunding Fördermittel für kleinere Unternehmen zu sammeln.

Laut Korea JoongAng Daily wird die FSC auch ein App-zu-App-Zahlungssystem genehmigen, mit welchem Kunden Produkte kaufen können, ohne eine Firmenkreditkarte oder das Firmennetzwerk nutzen zu müssen, auch wenn Banken auf diese Transaktionen weiterhin Gebühren erheben werden. Korea JoongAng Daily zieht die Fintech-Unternehmen Toss und die beiden Onlinebanken K Bank und Kakao als Beispiele heran, welche aktuell dabei sind, App-zu-App Zahlungstechnologien zu testen.

Südkorea, einer der weltweit vermutlich größten Krypto-Märkte, hatte damit begonnen, Kryptowährungen in dem Land stärker zu regulieren. Im Januar 2018 verbot die Regierung das anonyme Handeln an Krypto-Tauschbörsen. Mitte Februar reagierte die Regierung auf eine öffentliche Anti-Krypto-Petition und betonte, dass es keine Pläne gäbe, Krypto in dem Land zu verbieten. Allerdings werde man Gesetze erlassen, die "alle illegalen Aktivitäten und Unsicherheiten" verhindern.