Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde (FSC) hat eine Warnung an Anleger ausgegeben, in der es heißt, dass sie vorsichtig sein sollen, wenn sie in Kryptowährungsfonds investieren. Das geht aus Dokumenten hervor, die am 24. Oktober auf der offiziellen FSC-Webseite veröffentlicht wurden.

Laut der FSC könnten Investoren von Kryptowährungsfonds getäuscht werden und fälschlicherweise glauben, dass diese öffentlichen Fonds legale Anlageinstrumente darstellen, die mit Südkoreas Kapitalmarktgesetzen konform sind.

Unter Berufung auf diese Gesetze erklärte die FCS, dass öffentliche Kapitalbeschaffungsprogramme genehmigt und bei der Behörde registriert werden müssen, um legal betrieben werden zu können. Laut der FSC sind solche Kryptofonds jedoch weder zugelassen noch registriert. Das bedeutet, dass diese Unternehmen gegen die Kapitalmarktgesetze des Landes verstoßen.

Die Behörde hat außerdem bekannt gegeben, sich mit den zuständigen Regulierungsbehörden zusammensetzen zu wollen, um Maßnahmen gegen Kryptofonds zu ergreifen, die Anleger vor potenziellen finanziellen Verlusten schützen sollen.

Anfang des Monats bekräftigte der FCS-Vorsitzende Choi Jong-koo erneut seine ablehnende Haltung gegenüber digitalen Währungen und Initial Coin Offerings (ICOs). Er äußerte sich auf einer parlamentarischen Audit-Sitzung der Nationalversammlung darüber. Der Vorsitzende behauptete, dass die bestehende Unsicherheit im Zusammenhang mit ICOs sowie ihre potenzielle Schädlichkeit für Anleger nur all "zu ernst und offensichtlich" sei. Er nannte auch andere Länder, die diese Art der Kapitalbeschaffung verboten haben.

Die südkoreanischen Finanzbehörden hatten im September 2017 alle Arten von ICOs verboten und das damit begründet, dass der Verkauf von ICO-Token zu viel Kontrolle und Aufsicht erfordere. Seit dem Verbot gab es mehrere Vorschläge für eine Aufhebung.

Am 2. Oktober hat ein Mitglied der südkoreanischen Nationalversammlung die Regierung dazu aufgerufen, durch eine weniger strenge Haltung in Bezug auf die Vorschriften den Weg für ICOs "frei zu machen". Der Gesetzgeber der Demokratischen Partei Min Byung-doo erklärte, dass die Partei auf der nächsten Sitzung der Nationalversammlung ein Projekt für die ICO-Gesetzgebung ins Leben rufen werde.

Am 11. Oktober berichtete Cointelegraph, dass die staatlichen Behörden Südkoreas ihre offizielle Haltung zu ICOs "wahrscheinlich" im November bekanntgeben werden.

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