Südkoreanische Regulierungsbehörden wollen Kryptobesteuerungsrahmen bis Juni veröffentlichen

Südkoreas Ministerium für Strategie und Finanzen wird Berichten zufolge bis Ende Juni einen Besteuerungsrahmen für Kryptowährungen veröffentlichen. Das geht aus einem Bericht der lokalen Nachrichtenagentur Fuji News Network (FNN) vom 25. März hervor.

Ein Sprecher des Ministeriums für Strategie und Finanzen sagte, obwohl sie "keinen bestimmten Zeitrahmen haben", denken sie über die "Bekanntgabe einer Steuer für virtuelles Geld in der ersten Jahreshälfte nach". FNN fügt hinzu, dass eine Besteuerung erst nächstes Jahr in Kraft treten würde.

Die Ankündigung eines zukünftigen Steuerplans erfolgte nach dem Treffen der Finanzminister auf dem G20-Gipfel, der Anfang des Monats vom 19. bis 20. März stattfand.

Im Dezember letzten Jahres erklärte der südkoreanische Vizepremierminister und Minister für Strategie und Finanzen, dass das Land sich verschiedene Möglichkeiten der Besteuerung für den lokalen Bitcoin (BTC)-Markt überprüft. Vor kurzem, im Januar, kündigte Südkorea an, dass Kryptowährungsbörsen in nach den bestehenden Steuerrichtlinien besteuert werden. Das umfasst eine Unternehmenssteuer von 22 Prozent und eine lokale Einkommensteuer von 2,2 Prozent.

Die Kryptosteuer-Task Force der südkoreanischen Regierung hat laut FNN eine "Überweisungseinkommenssteuer, die Gewinnsteuern aus Kryptoverkäufen erhebt" vorgeschlagen. Außerdem heißt es in dem Vorschlag: "Wenn Einkommen aus virtuellen Transaktionen als vorübergehend und unregelmäßig betrachtet wird, können andere Einkommensteuern erhoben werden."

Das südkoreanische Steuerministerium hat international nach Beispielen für die Kryptobesteuerung gesucht und Mitarbeiter in die USA, nach Japan, Deutschland und das Vereinigte Königreich geschickt. Diese sollten durch Umfragen weitere Informationen zu deren unterschiedlichen Kryptosteuerrahmen einholen. Diese Umfragen ergaben laut FNN, dass die Besteuerung in den meisten Fällen "nach dem Grundsatz der Einkommenssteuer" im Gegensatz zu den Steuern für Geld das nicht als Einkommen gilt erfolgt.

Laut FNN wird die koreanische Regierung nach den lokalen Wahlen am 13. Juni auch eine "umfassende virtuelle Währungsregulierung" einführen. FNN fügt hinzu, dass das Finanz- und Wirtschaftsministerium am 14. Juni eine internationale Konferenz zu virtueller Währung in Seoul für die G20-Mitglieder sowie die "zweite Arbeitssitzung des internationalen Finanzsystems der G20" am 15. Juni abhalten wird.