Twitter bestätigt Verbot für Krypto-Werbung

Twitter Inc. wird ab Dienstag damit beginnen, alle Werbung für Kryptowährungen zu verbannen, wie Reuters am 26. März berichtet.

Twitter hat die Gerüchte bestätigt, dass er soziale Mediengigant Facebook und Google mit einem Verbot von Krypto-bezogene Werbung in seinem Netzwerk folgen wird.

Gegenüber Reuters sagte das Unternehmen, dass sich das Verbot auf Werbemaßnahmen für Initial Coin Offerings (ICO) und Token-Verkäufe bezieht. Die Maßnahmen werden innerhalb der nächsten 30 Tage eingeführt und betreffen auch Kryptowährung-Tauschbörsen und Wallet-Dienste. Ausgenommen sind börsennotierte Unternehmen, die bei den großen Aktienmärkten gelistet sind. In Japan - so Twitter - werde sich das Verbot auf jene Krypto-Börsen beschränken, die sich in Reichweite der nationalen Finanzregulatoren befinden.

Twitter nennt die Sicherheit seiner Nutzer als Hauptmotivation hinter dem Bann. Bereits zuvor hatte sich der Mikro-Blogging-Dienst darum bemüht, Konten mit Krypto-Verbindungen davon abzuhalten, "mit anderen auf eine betrügerische Art und Weise" umzugehen, sah sich jedoch gezwungen, weitere Maßnahmen ähnlich denen von Facebook Inc. und Alphabet Inc. (Google) zu ergreifen.

Die Märkte für Krypto, welche bereits am Montag einen Ausrutscher erlebten, fielen angesichts der Ankündigungen von Twitter weiter ab.

Im Gespräch mit Reuters nennt der Geschäftsführer Zennon Kapron von der Finanzberatung Kapronasia die Risiken, die für Twitter selbst bestehen, als weitere Motivation für das Verbot.

"Mit der steigenden Anzahl von ICOs, die auf den Markt kommen, ist es eine unmögliche Aufgabe für jeden, gerade für Plattformen wie Twitter oder Facebook, auf dem neusten Stand darüber zu sein, welche ICOs und Kryptowährungen legitim sind und welche Betrug... Auch wenn ICO-Werbungen mit Sicherheit eine erhebliche Einnahmequelle für Twitter waren, sind die Rückwirkungen von betrügerischer Aktivitäten das Risiko nicht wert."

Facebook schränkte Krypto-Werbungen ​und ICO-Werbeanzeigen im Januar diesen Jahres ein, während Google Anfang diesen Monats ankündigte, dass seine Sperre im Juni 2018 in Kraft treten wird.

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