Großbritannien will innerhalb der nächsten sechs Monate neue Gesetze zur Regulierung von Stablecoins und Kryptowährungen verabschieden.

Auf einer von Coinbase organisierten Krypto-Veranstaltung in London am 19. Februar sagte der britische Wirtschaftsminister Bim Afolami, dass die Regierung hart daran arbeite, den neuen Regulierungsrahmen noch vor den diesjährigen Parlamentswahlen zu verabschieden, wie Bloomberg berichtete.

"Wir sind uns sehr darüber im Klaren, dass wir diese Dinge so schnell wie möglich erledigen müssen. Und ich denke, in den nächsten sechs Monaten ist das machbar."

Afolami sagte nicht viel über die Details zur lang erwarteten Krypto-Verordnung.

"Die kurze Antwort ist, ich weiß es nicht. Es ist einfach sehr viel im Gange, deshalb möchte ich mich jetzt nicht festlegen", sagte er.

Bereits im Jahr 2022 versprach der britische Premierminister Rishi Sunak das Land zu einem "globalen Krypto-Hub" machen zu wolllen. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Krypto-Firmen in Großbritannien "investieren, innovieren und expandieren" können.

Seitdem hat es kaum nennenswerte Fortschritte bei der Regulierung im Land gegeben, obwohl viele Kryptounternehmen, die auf britischem Boden tätig sind, präzisere Regeln fordern.

Am 3. Juli 2023 hat die U.K. Law Commission vier wichtige Empfehlungen zur Reform der nationalen Gesetze zur Nutzung und zum Besitz von Kryptowährungen veröffentlicht.

Die Kommission forderte dabei die Schaffung einer neuen, eigenständigen Kategorie von persönlichem Eigentum, um die einzigartigen Eigenschaften von digitalen Vermögenswerten zu berücksichtigen und zu schützen.

Der Regierung wurde zudem empfohlen, eine Common-Law-Analyse von Krypto-Vermögenswerten durchzuführen sowie ein branchenspezifisches Gremium aus technischen Experten, Akademikern und Juristen einzurichten, das Gerichte in kryptobezogenen Rechtsfragen beraten soll.

Am 30. Oktober 2023 hat die britische Regierung gesagt, sie strebe im Laufe des Jahres 2024 eine stärkere kryptospezifische Regulierung an und wolle die Regulierung von fiat-gekoppelten Stablecoins in den Zuständigkeitsbereich der Financial Conduct Authority (FCA) überführen.

In Großbritannien kommt es bald zu Parlamentswahlen, die voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 stattfinden werden. Die Labour-Partei des Landes steht Kryptowährungen weniger wohlwollend gegenüber und liegt in den ersten Umfragen in Führung.

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