Das britische Amt für Renten- und Sozialleistungen sieht in der Blockchain-Technologie eine Möglichkeit, Zahlungssysteme völlig neu zu definieren.
Richard Laycock, der stellvertretende Direktor für Digitale Zahlungssysteme beim britischen Amt für Renten- und Sozialleistungen (DWP), hat am 9. August in einem Blogeintrag verraten, dass seine Behörde die Neugestaltung ihrer Zahlungssysteme prüft.
Erklärtes Ziel ist es, die Abwicklung von Zahlungen möglichst „effizient, modern, schnell, skalierbar, flexibel, innovativ und Rund-um-die-Uhr verfügbar“ zu gestalten. Um dies zu erreichen, hat die DWP bereits ein Auge auf die Blockchain geworfen. In diesem Zusammenhang erklärt Laycock, weshalb die Technologie in den Fokus der Behörde gerückt ist:
„Wir sehen mittlerweile schon die ersten Implementierungen in der Privatwirtschaft, wie zum Beispiel beim One Pay FX System der Santander Bank. Die Vorteile sind Ersparnisse von Zeit und Kosten sowie eine geringere Fehlerrate bei der Durchführung von Transaktionen.“
Anfang August hatte der Aufsichtsrat der US-Zentralbank seinerseits angekündigt, dass das Institut die Entwicklung eines Blockchain-basierten Zahlungssystems plant, dass die Infrastruktur für Zahlungsabwicklungen in den USA deutlich verbessern soll. Das System namens FedNow soll dabei hauptsächlich zwischen Banken genutzt werden und soll ab 2024 an den Start gehen.
Wie Cointelegraph zuvor berichtet hat, entwickelt sich im Bankenwesen ein Trend, der die alten zentralisierten Zahlungssysteme, wie zum Beispiel SWIFT, mit den neuen Blockchain-Systemen, wie zum Beispiel Ripple, verbindet.
So hatte SWIFT im Juni höchstselbst angekündigt, Blockchain-Unternehmen Zugang zur eigenen Zahlungsplattform zu gewähren.
Unterdessen hat VISA ebenfalls angekündigt, beim Aufbau eines neuen Zahlungsnetzwerkes für Firmenkunden in Teilen auch auf Blockchain zu setzen.
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