Britische Aufsichtsbehörde erteilt dritte E-Geld-Lizenz an Krypto-Firma

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat ihre dritte E-Geld-Lizenz an ein Krypto-bezogenes Unternehmen vergeben, wie Financial Magnates am 23. August berichtet.

Die neue Lizenz wurde an Wirex vergeben, dessen Hauptprodukt eine Prepaid-Debitkarte ist, die Krypto in Fiatgeld für den täglichen Gebrauch umwandelt.

Wie Cointelegraph berichtete, erteilte die FCA im März dieses Jahres eine E-Geld-Lizenz an den großen US-Kryptobörsen- und Wallet-Dienst Coinbase. Diese gilt für die Geschäfte der Firma in Fiat und nicht in Kryptowährung. Die Lizenz hat die Zusammenarbeit von Coinbase mit britischen Banken und den Zugang zum britischen Faster Payments Scheme (FPS) erleichtert sowie dazu beigetragen, dass Coinbase im August dieses Jahres die Unterstützung für das Pfund Sterling auf seiner Handelsplattform einführen konnte.

Neben der Lizenzvergabe richtete die FCA im März 2016 einen britischen Fintech-Sandkasten ein. Ziel dabei ist es, die innovative Fintech-Entwicklung in einer geschützten Testumgebung zu erleichtern, die strenge regulatorische Anforderungen erleichtert. Im März 2018 erweiterte die FCA ihren Sandkasten weltweit, um die globale Zusammenarbeit im Finanzsektor zu beschleunigen.

Wie Financial Magnates außerdem berichtete, hat die FCA im Juni und Juli 2018 die zwei britischen Krypto-Unternehmen, Globacap und BlockEx für die Sandbox akzeptiert. Beide entwickeln Berichten zufolge Blockchain-Anwendungen für eine Reihe von Finanzdienstleistungen.

Laut Financial Magnates sagte die FCA, dass unter den 69 Unternehmen, die um einen Platz in der letzten Einführungsphase des Sandkastens konkurrierten, 40 Prozent Blockchain-bezogene Initiativen waren.

Die FCA hat die britische Öffentlichkeit, trotz ihrer Unterstützung von Fintech- und Krypto-Innovationen, aktiv vor den Betrugsgefahren im Krypto-Sektor gewarnt.

Letzte Woche veröffentlichte die Aufsichtsbehörde eine offizielle Warnung, dass Krypto-Investitionsbetrug zunehmend auf britische Investoren abzielt. Dabei hieß es, dass Betrüger Prominentenbilder, täuschend echte Webseiten oder "prestigeträchtige" Adressen der City of London benutzen, um potenzielle Investoren zu locken.

Die Aufsichtsbehörde hat in diesem Frühjahr auch klargestellt, dass im Gegensatz zu Krypto-Spotmarktaktivitäten der Handel, Transaktionen und die Beratung über Kryptowährungsderivate in den Regulierungsbereich der FCA fällt und daher ihrer offiziellen Genehmigung bedarf.