US-Regulator bremst Ausgeber des betrügerischen Tomahawkcoin

Die US-amerikanische Wertpapier und Börsenaufsichtskommission (SEC) hat am 14. August in einer Anordnung bekanntgegeben, dass sie den Schöpfer von Tomahawkcoin wegen aufgrund seines betrügerischen Initial Coin Offerings (ICO) gesperrt und bestraft hat.

Tomahawkcoin, welches David T. Laurence wie einen Token über die Firma Tomahawk Exploration LLC verwaltete, scheiterte 2017 daran, mit ihrem ICO Gelder einzusammeln.

Laurence, welcher bereits wegen Betrug vorbestraft ist, hat die Token via dem “Bounty Program in exchange for promotional services" (Ein Programm, bei dem Token im Austausch für werbetreibende Dienste ausgegeben wurden) ausgegeben, wodurch er erneut "gegen die Registrierungs- und Betrugsbekämpfungsbestimmungen der Bundeswertpapiergesetze verstoßen hat".

"Investoren sollten sich dem Risiko alteingesessener Betrugsstrategien, wie Öl- und Gasschemas, die sich als innovative Blockchain-basierte ICOs ausgeben, bewusst sein", kommentierte Robert A. Cohen, Chef der Cyber-Abteilung der Regulierungsbehörde den Fall.

Tomahawk präsentierte Investoren verdächtige Pläne für Ölbohrungen in Kalifornien, für welche er angeblich eine Genehmigung besaß.

"Die Anordnung der SEC stellt fest, dass die Werbematerialien der Beklagten aufgeblasene Prognosen für die Ölproduktion verwendeten, welche durch eine interne Analyse des Unternehmens widerlegt wurden und fälschlicherweise nahelegten, dass Tomahawk Mietverträge für Bohrstellen besitzt, obwohl dies nicht der Fall ist", heißt es in den Dokumenten weiter.

"... Die Anordnung fand auch heraus, dass Tomahawk behauptete, dass Token-Besitzer ihre Tomahawkcoins in Eigentumsrechte und potenzielle Gewinne der angenommenen Ölproduktion und dem Zweithandel mit den Token umwandeln könnten."

Laurence stimmte einem permanenten Offizier-und-Direktor-Verbot, einer Kleinaktienäußerung durch die SEC und einer 30.000 US-Dollar Strafe zu.

Der Schritt markiert einen weiteren auf dem Weg des US-Regulators, welcher sich großflächig ICO-Angebote vorgeknöpft hat, um sicherzustellen, dass diese mit den regulatorischen Statuten konform sind. Im Mai führte die SEC ein gefälschtes ICO durch, um das Bewusstsein für die bekanntesten Warnsignale bei ICO-Betrügen zu erhöhen.

Letzten Monat fand eine Studie der ICO-Beratungsfirma Statis Group heraus, dass 2017 über 80 Prozent aller ICOs Betrugsversuche waren. Laut der Studie gingen "bis heute über 70 Prozent der ICO-Finanzierungen (nach $-Volumen) an Produkte mit höherer Qualität, obwohl mehr als 80 Prozent aller Projekte (nach Aktien-#) als Betrug identifiziert wurden".