US-Finanzministerium: Aufruf an die Krypto-Branche zur Bekämpfung von Krypto-Missbrauch

Die Unterstaatssekräterin für Terrorismus- und Finanzinformationen des US-Finanzministeriums Sigal Mandelker rief die Akteure der Krypto-Branche und die Regulierungsbehörden in einer Rede am 3. Dezember dazu auf, die illegale Verwendung von Kryptowährungen zu bekämpfen.

Auf der Konferenz zur Verfolgung von Finanzkriminalität am 3. Dezember sprach Mandelker über die Frage der Risikominderung im Zusammenhang mit neuen Technologien, einschließlich digitaler Währungen, die möglicherweise für unlautere Zwecke verwendet werden könnten.

Mandelker betonte, dass Finanzinstitute und Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen illegale Aktivitäten und die Risiken einer Unterstützung von schlechten Akteuren bekämpfen müssen. "Die digitale Währungsbranche muss ihre Netze sicherer machen und die notwendigen Maßnahmen einleiten, um zu verhindern, dass illegale Akteure ihre Dienste missbrauchen", sagte sie.

Mandelker rief Regulierungsbehörden weltweit ebenfalls dazu auf, die Rahmenbedingungen für die Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und der Finanzierung des Terrorismus (CFT) im Zusammenhang mit digitalen Währungen zu stärken. Außerdem betonte Mandelker die Bedeutung von Überwachung und Durchsetzung der Pflichten hinsichtlich der Anti-Geldwäsche und Sanktionen. Mandelker fügte hinzu:

"Das Fehlen einer AML/CFT-Regulierung bei virtuellen Währungsbörsen, gehosteten Wallets und anderen Anbietern - und sogar im digitalen Vermögenswertökosystems insgesamt - in allen Ländern verschlimmert die damit verbundenen Geldwäsche- und andere Risiken im Zusammenhang mit illegaler Finanzierung."

Der Aufruf folgt auf einen neuen Ansatz, den die Behörde letzte Woche begonnen hat, um illegale Akteure ins Visier zu nehmen, die Kryptowährungen und andere neue Technologien eingesetzt haben, um illegale Gelder zu waschen und zu versenden. Die Cyberkriminellen sollen eine Schadsoftware namens "SamSam" eingesetzt haben, der über 200 Leute zum Opfer fielen, darunter auch staatliche Organisationen und öffentliche Institutionen.

"Im Rahmen dieses Plans halfen zwei iranische Finanzintermediäre, die Bitcoin-Lösegeldzahlungen für die Hacker in iranische Rial umzutauschen. Letzte Woche wurden diese beiden Finanzintermediäre auf die OFAC-Liste der speziell designierten Staatsangehörigen und blockierten Personen (SDN) gesetzt.  Zum ersten Mal überhaupt hat die OFAC digitale Währungsadressen bestimmten Personen zugeordnet", so Mandelker.

Unterdessen hat das estnische Finanzministerium angekündigt, dass es bald Änderungen an einem kürzlich verabschiedeten Finanzgesetz vornehmen wolle, um die Krypto-Regulierung zu "verschärfen". Berichten zufolge führe die Regulierung "virtuelle Währungsbörsendiensteanbieter" und "virtuelle Währungszahlungsdiensteanbieter" ein. Bisher habe es nur "alternative Zahlungsmittelanbieter" gegeben.

Das Finanzministerium des US-Bundesstaates New York (NYDFS) hat am 4. Dezember eine Blockchain-basierte digitale Plattform genehmigt, die von der Signature Bank angeboten wird. Das System soll es ermöglichen, Gelder "zwischen zwei Geschäftskunden der Signature Bank in Echtzeit zu transferieren, wodurch eine Dritte Partei überflüssig wird".