Kryptobörse Zebpay expandiert auf den australischen Markt

Die in Singapur ansässige Kryptobörse Zebpay bietet ihren Service nun auch auf dem australischen Markt an, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die Cointelegraph am 7. Mai zugespielt wurde.

Zebpay hat im Zuge der Expansion nach Australien ein neues Büro im Fintech-Zentrum von Melbourne eröffnet. Die australischen Kunden können dadurch offiziell auf den Trading-Service der Plattform zugreifen, wobei zunächst die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Ripple (XRP), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC) für den Handel zur Verfügung stehen. Die dazugehörigen Apps werden sowohl für Desktop-PCs als auch für Android und iOS Smartphones angeboten.

Zuvor hatte Zebpay sich eine Zulassung von einer zuständigen australischen Finanzaufsichtsbehörde geholt. Das „Australian Transaction Reports and Analysis Centre” ist mit der Überwachung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf den Finanzmärkten beauftragt und hat der Kryptobörse die entsprechende Konzession erteilt. In Folge dessen ist Zebpay auch Mitglied des australischen Verbandes für Digitalwirtschaft geworden.

Sandeep Khurana, der die Leitung des australischen Standortes übernimmt, erklärt in der Pressemitteilung: „Australien ist ein idealer Markt für Zebpay, da es hier klare Regulierungsvorschriften, Offenheit gegenüber finanztechnologischer Innovation und einen Hunger auf Krypto-Produkte gibt“.

Vergangenen Oktober hatte Zebpay einen anderen wichtigen Markt verloren, da in Indien ein regelrechtes Krypto-Verbot herrscht, das von der dortigen Zentralbank durchgesetzt wurde. Damals sprach die Kryptobörse von „extrem schwierigen” Bedingungen, die sich dem Land ergeben hatten, wenig später wurde der Geschäftsbetrieb hier gänzlich eingestellt.

Am 4. Juli 2018, also einen Tag bevor das Verbot durch die Zentralbank in Kraft getreten war, hatte Zebpay zunächst Einzahlungen und Auszahlungen für indische Kunden eingefroren, da sie auf Grund der Warnungen der Reserve Bank of India (RBOI) nicht länger für die Gelder der Kunden garantieren konnte.

Ein Jahr nachdem die indische Zentralbank dieses Quasi-Verbot durchgesetzt hat, erwägt nun auch die Regierung des Landes, ein ganzheitliches Verbot für Kryptowährungen einzuführen. Medienberichte aus dem April 2019 melden, dass sich ein erster Gesetzentwurf im Umlauf befindet, der von den verschiedenen Regierungsausschüssen vorbereitet wird.