Adzuna-Arbeitsmarktstudie: Deutschland liegt beim Blockchain-Expertenanteil auf Platz drei

Deutschland liegt laut einer Studie des Job-Suchportals Adzuna beim Arbeitnehmeranteil mit Blockchain-Bezug international auf den dritten Platz, so ein Blog-Beitrag des Unternehmens vom 29. November.

Das Startup, welches eine Meta-Jobsuchmaschine betreibt, hat 9 Millionen Stellenanzeigen und 348 Millionen Lebensläufe von Arbeitnehmern auf gefordertes Fachwissen im Bereich von Bitcoin, Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie hin analysiert.

Wie Adzuna herausfand, liegt der Arbeitnehmeranteil mit Blockchain-Fachwissen in Österreich und den Niederlanden mit jeweils 0,16 Prozent aller Arbeitnehmer am höchsten. Deutschland kommt mit einem Anteil von 0,15 Prozent knapp dahinter auf den dritten Platz.

Andere, für ihre Blockchain-Szene bekannte Staaten, kamen in dem internationalen Vergleich auf deutlich niedrigere Werte. So ermittelte Adzuna für Großbritannien von 0,10 Prozent und für Frankreich von 0,09 Prozent. Wie die Lage in Ländern wie der Schweiz oder Singapur aussieht, ermittelte Adzuna leider nicht. Deutschland scheint laut den Adzuna-Zahlen beim Blockchain-Knowhow aber relativ breit aufgestellt zu sein.

Wie viele Arbeitnehmer theoretisch auf ein Stellenangebot mit Blockchain-Bezug kommen, ermittelte Adzuna ebenfalls. Indien liegt hier mit einem Wert von 0,16 Prozent auf Platz eins, gefolgt von Frankreich mit 0,13 Prozent und Deutschland mit 0,12 Prozent.

Neben den internationalen Märkten wurden auch die deutschen Millionenstädte Berlin, Hamburg und München sowie die Finanzhauptstadt Frankfurt genauer unter die Lupe genommen. Berlin liegt mit 138 Stellenangeboten mit Blockchain-Bezug hier klar auf Platz eins, gefolgt von München mit 69 und dann erst von Frankfurt mit 56 offenen Stellen.

Das in Deutschland, wie vom Branchenverband Bitkom immer wieder behauptet, ein Mangel an Fachkräften für die in Deutschland relativ schleppende Entwicklung in Sachen Blockchain verantwortlich ist, bestätigen die Adzuna-Zahlen nicht. Dafür scheint eher, wie vom BaFin-Chef Felix Hufeld und anderen kritisierte, unklare Regulierungsumfeld verantwortlich sein.