CNBC: Investment-Experte bezeichnet Kryptowährungen als „langes Geduldsspiel“

Bart Smith, Leiter für digitale Vermögenswerte bei der Investmentfirma Susquehanna, meinte am 20. November in der CNBC Sendung „Fast Money“, dass er weiterhin an die langfristige Entwicklung von Bitcoin (BTC) glaubt.

Die Äußerungen von Smith — der in der Branche den Spitznamen „Krypto-König“ trägt — kamen just in dem Moment, in dem Bitcoin auf ein Rekordtief seit Oktober 2017 gefallen ist. Allerdings betont er in diesem Zusammenhang, dass „jede große Idee ihre Höhen und Tiefen hat“ und dass der Zeithorizont ein „langes Geduldsspiel“ ist.

Weiter merkt er an, dass einige Akteure des Börsenhandels in Bitcoin und anderen Kryptowährungen lediglich eine weitere „Anlageklasse“ sehen, was seiner Meinung nach jedoch nicht dem „ursprünglichen“ Grundgedanken entspricht. So führt Smith aus:

„Den Wunsch nach einer unabhängigen Währung hat es schon immer gegeben. Man darf nicht vergessen, dass Bitcoin aus der Asche der Finanzkrise von 2008 aufgestiegen ist. Warten wir ab, was im nächsten Jahr passiert. Warten wir ab, ob die Zentralbanken in den USA und Europa in der Lage sind, damit umzugehen und dann gucken wir mal, was die Leute tatsächlich kaufen wollen.“

Im Hinblick auf den jüngsten Marktabsturz weist Smith darauf hin, dass der Krypto-Branche derzeit noch das Kapital fehlt, um plötzliche Verkaufssprünge „abzufedern“. Ein solcher war letzte Woche durch die umstrittene Bitcoin Cash (BCH) Hardfork ausgelöst worden. Hierzu erklärt er:

„Die Bereitstellung von neuem Kapital ist sehr schwierig, denn für große Investoren gestaltet es sich derzeit noch sehr problematisch, in Bitcoin zu investieren.“

Ohne neues Kapital ist die Liquidität niedrig, kommen dann noch niedrige Handelsvolumen und niedrige Volatilität hinzu — wie es im Oktober der Fall war — dann ergibt sich eine Situation, in der der Markt einen kurzfristigen Abschwung nicht abfangen kann.

Smith betont außerdem, dass Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto die Kryptowährung eigentlich so designt hat, dass die unabhängige, dezentralisierte Kryptowährung erst im Jahr 2140 die volle Geldmenge entfaltet hat. Dies sieht er als den treffenden Zeithorizont für Bitcoin als Innovation.

In dieser Woche hatte der Wall Street Experte und Krypto-Fürsprecher Tom Lee eine ähnliche Position bezogen, wobei er die tragende Rolle der institutionellen Investoren hervorhob. In diesem Kontext erwähnte er insbesondere den bevorstehenden Start der Handelsplattform Bakkt, die von der New Yorker Börse NYSE betrieben wird, als einen möglicherweise entscheidenden Wendepunkt.