Coinbase beklagt bei Anhörung vor US-Repräsentantenhaus

Das Subcommittee on Capital Markets, Securities, and Investment im US-Repräsentantenhaus hat sich am 14. März in Wahsington in einer Anhörung mit dem Titel "Examining Cryptocurrencies and ICO Markets" mit den wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) befasst.

Bei der Anhörung erörterte der Unterausschuss das Thema ICOs und Kryptowährungen, potenzielle Vorteile für die Wirtschaft, rechtliche Unterstützung für Investoren und die Entwicklung eines Regulierungsansatzes für die zuständigen US-Regulierungsbehörden.

Der beim Wallet-Dienstleister Coinbase für Rechtsfragen und Risikomanagement zuständige Mike Lempres äußerte bei der Anhörung, dass digitale Währungen die Kraft dazu hätten, die Kapitalbildung, Innovation und die Wirtschaft zu transformieren und dass ihr "enormes Potential" nur im Rahmen von "verantwortlicher Regulierung" realisierbar sei.

Zum jetzigen Zeitpunkt schade das US-Regulierungssystem jedoch "gesunden Innovationen", weil man nicht wisse, was erlaubt sei und was nicht, und ob digitale Assets als Wertpapiere, Rohstoffe, Eigentum oder Geld betrachtet würden.

"Es besteht so viel Unsicherheit über die Definition von Wertpapieren und den Umfang der regulatorischen Kontrolle, dass der Markt darunter leidet. Das ist schlecht für alle, denn die Technologie wird nicht verschwinden - sie wird sich einfach nach Übersee verlagern und wir werden die Gelegenheit verpassen, ihre Vorteile in den USA zu nutzen."

Laut Lempres sollte das Ziel darin bestehen, dass der mögliche Nutzen der neuen Technologie nicht durch Unsicherheit im Rahmen "regulatorischer oder rechtlicher Fehltritte" beschädigt werde. Er ging dabei kurz auf die wichtigsten Regulierungsbehörden der USA ein, die Securities and Exchange Commission (SEC), die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), den Internal Revenue Service (IRS), das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) sowie die Federal Trade Commission (FTC).

Laut Lempres betrachtet die SEC, welche für Wertpapiertransaktionen zuständig ist, Kryptowährungen als Wertpapiere, während die CFTC, welche die Geschäfte mit Warenderivaten vollständig kontrolliert, behauptet, dass Token Waren seien. Das FinCEN wiederum betrachteToken als Geld. Die IRS sagt wiederum, dass die digitalen Münzen als Eigentum für die steuerliche Behandlung betrachtet werden sollen. Lempres beklagte daher einen extremen "Mangel an Koordination".

Auf die Frage des Vorsitzenden des Subcommittees, Bill Huizenga, antwortete Lempres, dass Coinbase erst dann mit der Unterstützung von ICOs beginnen könne, wenn die dafür notwendigen Regelungen verabschiedet worden seien.

"Wir unterstützen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine [ICO], weil wir unsicher sind, welche Regulierung gültig ist. Wir warten darauf, dass sich der Staub zwischen CFTC und SEC legt, bevor wir damit beginnen ICOs zu unterstützen."

  • Folgen Sie uns auf: