Bitcoin kann 4.000 US-Dollar verteidigen, Britisches Pfund durch Brexit geschwächt

Montag, 25. März: Die Kryptomärkte bewegen sich weiterhin seitwärts, wobei Bitcoin (BTC) die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar verteidigen kann, wie die Daten von CoinMarketCap zeigen.

Der Großteil der Top-20 Kryptowährungen verzeichnet leichte Verluste, Cardano (ADA) muss mit 4% den stärksten Abschwung hinnehmen. Tezos (XTZ) schafft es hingegen, sich um 5,7% nach oben zu manövrieren, was den stärksten Tageszuwachs ausmacht.

Bitcoin ist über den ganzen Tag stabil geblieben und hat erst kurz vor Redaktionsschluss 0,2% Verlust gemacht. Die führende Kryptowährung liegt dadurch zuletzt auf 4.020 US-Dollar, was über die Woche gesehen einem Rückgang von 0,1% entspricht. Die Marktherrschaft von Bitcoin beläuft sich momentan auf 50,7%.

Bitcoin 7-day price chart. Source: CoinMarketCap

Bitcoin 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: CoinMarketCap

Ethereum (ETH), die zweitgrößte Kryptowährung im Hinblick auf die Marktkapitalisierung, hat 0,6% verloren und sinkt damit auf einen Kurswert von 136,7 US-Dollar ab. Der führende Altcoin verliert über die gesamte Woche somit 1,8%.

Ethereum 7-day price chart. Source: CoinMarketCap

Ethereum 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: CoinMarketCap

Ripple (XRP), die drittgrößte Kryptowährung im Hinblick auf die Marktkapitalisierung, sinkt um 0,8% ab, was den Kurs auf 0,307 US-Dollar drückt. In der letzten Woche verliert XRP dadurch insgesamt 3%.

Ripple 7-day price chart. Source: CoinMarketCap

Ripple 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: CoinMarketCap

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ist über den Tag stabil geblieben und beträgt weiterhin ca. 140 Mrd. US-Dollar. Bei Redaktionsschluss lag der genaue Wert auf 139 Mrd. US-Dollar, das tägliche Handelsvolumen kam zuletzt auf 30 Mrd. US-Dollar.

Die Gesamtzahl der auf CoinMarketCap eingetragenen Kryptowährungen summiert sich auf 2.122 Coins.

Total market capitalization 24-hour chart. Source: CoinMarketCap

Tagesdiagramm der Gesamt-Marktkapitalisierung. Quelle: CoinMarketCap

In weiteren Meldungen hat der amerikanische Großinvestor und Krypto-Fürsprecher Tim Draper kürzlich den argentinischen Präsidenten aufgefordert, Bitcoin zu legalisieren und sogar zur Nationalwährung zu machen, um damit die wirtschaftliche Lage des Landes zu verbessern. In einem persönlichen Gespräch mit dem Regierungsoberhaupt hat Draper die Innovationskraft von Blockchain und Krypto hervorgehoben, beziehungsweise inwiefern diese dabei helfen könnte, Probleme wie die Abwertung des Argentinischen Pesos (ARS) zu lösen.

Auf den traditionellen Märkten stellen sich derweil auch leichte Rückgänge ein, so hat das Britische Pfund (GBP) 0,2% im Vergleich zum US-Dollar und Euro verloren, was wohl auf die schwierigen Brexit-Verhandlungen zurückzuführen ist. Das britische Parlament will der Premierministerin scheinbar sogar die Verhandlungsmacht entreißen, wie CNBC berichtet. Ein Experte der Credit Suisse meint allerdings, dass es ausgeschlossen ist, dass Großbritannien die Europäische Union ohne einen Deal verlässt.

Am 22. März hat die EU allerdings eine Warnung an London ausgesprochen, dass das Vereinigte Königreich nur noch eine letzte Chance habe, um einen geordneten Austritt zu erwirken. CNBC erwartet, dass sich die Märkte schnell wieder erholen, sobald der Brexit-Deal im britischen Parlament verabschiedet wird.

Der amerikanische Aktienmarkt befindet sich derweil auch im leichten Abschwung, so haben der S&P 500 (SPX) und der Nasdaq Composite (NASDAQ) jeweils 0,1% bzw. 0,3% verloren. Der Dow Jones Industrial (DJIA) konnte hingegen um 0,1% zulegen.

Die Ölpreise befinden sich ebenfalls im roten Bereich, was wohl durch einen wirtschaftlichen Einbruch bedingt ist. Außerdem will die OPEC weiterhin ihre Produktionsmenge verringern, während die US-Sanktionen gegenüber Venezuela und Iran zur Verschlechterung der Lage beitragen. Die Futures für West Texas Intermediate (WTI) und für Brent Crude haben dementsprechend jeweils um 0,5% an Wert verloren, wie Oilprice.com zeigt.

Die Goldpreise konnte von den momentanen Entwicklungen allerdings profitieren, da Investoren in scheinbaren Krisenzeiten lieber auf sichere Anlageklassen ausweichen. Der Preis für Spot-Gold konnte um 0,5% nach oben klettern, während Gold-Futures 0,4% zugelegt haben.