Experte: „Bitcoin ist wichtiger Wegweiser für die Stimmungslage auf den Finanzmärkten“

Bitcoin (BTC) könnte sich im Handelsstreit zwischen den USA und China als entscheidender Wegweiser herauskristallisieren, wie ein Investment-Experte der Firma Bleakley Advisory Group am 4. Juni gegenüber CNBC gemutmaßt hat.

Im Zuge des Handelsstreits steht die Befürchtung im Raum, dass der US-Dollar dadurch bedeutsam abgeschwächt werden könnte. Vor diesem Hintergrund verweist Investment-Experte Peter Boockvar auf die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin und rät zu Gold als alternatives Finanzinstrument.

Der Experte hat allerdings nicht empfohlen, in Bitcoin zu investieren. Dazu muss jedoch angemerkt werden, dass Boockvar als leidenschaftlicher Gold-Fürsprecher bekannt ist. Nichtsdestotrotz sieht er in der marktführenden Kryptowährung einen wichtigen Indikator für die Stimmungslage auf den Finanzmärkten insgesamt.

„Ich beobachte Bitcoin als Indikator, als Signalgeber und nicht, weil ich daran als Investor interessiert bin“, so Boockvar im Wortlaut. Dem fügte er an:

„In den letzten Wochen konnten wir einen steilen Aufschwung des Bitcoin-Kurses sehen, woraus man meiner Meinung nach ableiten kann, wie die Stimmungslage auf den Finanzmärkten ist, besonders was die Pläne der US-Zentralbank und den Handelsstreit angeht.“

Das BTC/USD-Währungspaar ist vergangene Woche erstmals wieder über die 9.000 US-Dollar Marke hinausgekommen, wobei viele Experten die momentane weltpolitische Situation als eine der treibenden Kräfte für den zweimonatigen Aufschwung der Kryptowährung ausgemacht haben.

Mit seiner ablehnenden Haltung gegenüber Bitcoin als Investitionsinstrument bekräftigt Boockvar die Aussagen eines anderen Gold-Fürsprechers, der sich zuletzt ähnlich geäußert hatte.

Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold findet der Investment-Experte allerdings bemerkenswert, da man daran zukünftige Entwicklungen ablesen könne. So konnte Gold ebenfalls einen eigenen Aufschwung initiieren, kurz nachdem sich Bitcoin auf den jüngsten Höhenflug begeben hatte.

„Ich kann für Bitcoin keine wirkliche Empfehlung aussprechen, da es mich als Investitionsprodukt nicht interessiert, aber ich sehe darin einen Signalgeber, der den bevorstehenden Aufschwung von Gold angezeigt hat“, so Boockvar in seiner abschließenden Einschätzung.  

Als Bitcoin im Januar 2018 langsam wieder vom 20.000 US-Dollar Rekordhoch abgefallen ist, warnte Boockvar damals, dass die Kryptowährung sogar 90% ihres Wertes verlieren könne. Diese pessimistische Vermutung ist jedoch nicht eingetreten, da sich im Dezember 2018 ein Boden von 3.130 US-Dollar gebildet hat.